Euro-Einzelhandel: Der Laden brummt

Der Einzelhandel im Euro-Raum befindet sich gegenwärtig in einem Stimmungshoch – was allerdings kaum wundert: Seit der zweiten Jahreshälfte 2013 verzeichnen die Umsätze einen kräftigen Aufwind. Im September 2015 gingen sie zwar ganz leicht um ‑0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat zurück. Gegenüber dem Vorjahr kletterte die Rate aber deutlich von +2,2 auf +2,9 Prozent. Umsatztreiber waren in den letzten Monaten vor allem der Versand- und Internethandel und der Bereich für Datenverarbeitung; also Computer und Software. Damit konnte sich der Einzelhandel im Durchschnitt des dritten Quartals gegenüber Q2 nochmals verbessern. Das ist vor allem für die private Konsumnachfrage und damit für die anstehende BIP-Veröffentlichung in rund einer Woche ein positives Signal.

Für die kommenden Monate erwarten wir keine negative Trendumkehr im Einzelhandel. Erst im Oktober durchbrach das Stimmungsbarometer der EU-Kommission (ESI) das Allzeithoch. Der Einstieg in das vierte Quartal dürfte damit ebenfalls positiv ausfallen. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Das Verbraucherklima hat seit seinem Hoch im März deutlich nachgegeben. Derzeit ist die Stimmung der Haushalte zwar weiterhin gut, der Ausblick in Bezug auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung trübt sich aber zusehends ein. Das sollte als Warnsignal verstanden werden. Sollte der Rückgang in der Verbraucherlaune weiter anhalten, könnte sich das auch dämpfend auf den Einzelhandel auswirken.

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