Kräftiger Konsum stützt deutsche Konjunktur

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland legte zwischen Juli und September 2015 im Quartalsvergleich um 0,3% zu. Auch wenn diese Wachstumsrate etwas unter der des Vorquartals liegt, belegt sie doch, dass sich die heimische Wirtschaft auf einem stabilen Erholungskurs befindet. Dazu trug vor allem die robuste Konsumnachfrage bei. Die privaten Haushalte profitieren derzeit von kräftig steigenden Einkommen und den niedrigen Energiepreisen. Das tiefe Zinsniveau ist für sie ein zusätzliches Argument, das Geld lieber auszugeben als zu sparen.

Auch der Staat hat im abgelaufenen Quartal mehr Geld für Konsumzwecke ausgegeben. Hier dürften sich besonders die Mehrausgaben zur Versorgung der ankommenden Flüchtlinge bereits entsprechend niedergeschlagen haben. Dagegen fielen die Investitionsausgaben überraschend schwach aus und der Außenhandel sorgte im abgelaufenen Vierteljahr sogar für einen Bremseffekt, da die Importe stärker zulegten als die Exporte.

Dieses Bild dürfte auch in den kommenden Quartalen vorherrschen: Kräftig steigende Konsumausgaben sorgen für eine robuste heimische Konjunktur, während besonders die Probleme in einigen großen Schwellenländern für die deutsche Exportwirtschaft weiterhin ein schwieriges Umfeld bedeuten. Insgesamt erwarten wir, dass das deutsche BIP-Wachstum trotz der Belastungen im außenwirtschaftlichen Bereich im kommenden Jahr nicht an Schwung verliert, sondern mit 1,8 Prozent das Tempo von diesem Jahr beibehält.

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