DAX: Übergang in erneute Konsolidierungsphase?

Nach schwächerer Eröffnung versuchte der DAX am Freitag zunächst, das tags zuvor erzielte Bewegungshoch im intakten September-Aufwärtstrend bei 11.366 Punkten erneut zu erreichen. Dieses Vorhaben scheiterte, und im weiteren Verlauf zeigten sich Gewinnmitnahmen. Diese verblieben jedoch erneut auf einem hohen Niveau.

Damit hat der DAX an seinem Zwischenziel von 11.330 Punkten, dem 161,8%-Fibonacci-Retracement der letzten nennenswerten Konsolidierungsbewegung von Mitte November, zunächst Halt gemacht und eine erneute Verschnaufpause einlegt. Aus markttechnischer Sicht baute sich im kurzfristigen Kontext bereits im Vorfeld eine „überkaufte“ Lage auf (siehe „Projection Oscillator“ in der Grafik), so dass ein Abbau dieses „überkauften“ Zustands aktuell auf der Agenda stehen sollte.

Auch wenn sich die Charttechnik mit dem zuletzt gelungenen nachhaltigen Sprung zurück über die 200-Tage-Linie (akt. 11.080 Pkt.) als günstig erweist, so geht der laufende Anstieg doch mit relativ viel sentiment-technischem Ballast vonstatten. Die sentix-Umfragen signalisieren einen rekordverdächtig hohen Grad an Optimismus gegenüber Aktien, und die beständig niedrigen Put/Call-Ratios (DAX-Indexoptionen) der letzten Handelstage deuten in dieselbe Richtung. Auch dies ist ein Grund dafür, dass auf dem Weg nach oben erst einmal „Dampf abgelassen“ werden sollte. Aus charttechnischer Sicht wäre der Übergang in eine erneute Konsolidierungsphase in Richtung 11.080/11.000 Punkte somit keine Überraschung.

1. Widerstand 11.670 / 2. Widerstand 11.800

1. Unterstützung 11.080 / 2. Unterstützung 10.870

TAnalyse-2015-11-30

 

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