Kanadische Währung kann gegenüber dem Euro weiter punkten

Angesichts der EZB-Entscheidung am Donnerstag steht vor allem Euro-Dollar im Fokus, aber unserer Meinung nach lohnt sich auch ein Blick auf die kanadische Währung. Der niedrige Ölpreis ging am Kurs vom „Loonie“ zwar nicht spurlos vorüber, aber das Sentiment sollte zukünftig weniger darunter leiden. Dies dürfte zum einen damit zusammenhängen, dass nach dem Wahlsieg der Liberalen eine Abkehr von der bisherigen Sparpolitik angekündigt wurde. Vom schuldenfinanzierten Konjunkturprogramm könnten kurzfristig positive Effekte für die Wirtschaft ausgehen. Andererseits wird immer klarer erkennbar, dass der Rohstoffpreisverfall keine langanhaltenden dramatischen konjunkturellen Folgen hat, da die spürbare wirtschaftliche Erholung beim wichtigsten Handelspartner USA Kanada auf die Sprünge hilft. Vor diesem Hintergrund sollten die morgigen Q3-Daten überzeugend ausfallen. Nach einer technischen Rezession im ersten Halbjahr wird vom Markt ein Wirtschaftswachstum von 2,3% (Q/Q annualisiert) erwartet. Die Bank of Canada hat somit gute Argumente, um bei der Notenbanksitzung am Mittwoch den Leitzins von 0,5%, wie vom Markt erwartet, nicht anzutasten. Nur einen Tag später dürfte dann die EZB ihre geldpolitische Lockerung verkünden. Die weiter auseinanderlaufende Geldpolitik sollte an EUR-CAD nicht spurlos vorbeigehen, vielmehr erwarten wir weiter fallende Kurse. Auf Sicht der nächsten drei Monate sollte das Währungspaar unserer Meinung nach Kurs auf 1,37 CAD nehmen.

 

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