DAX: Unsicherheit vor der EZB-Sitzung

Nach „euphorischer“ Eröffnung am Morgen auf einem neuen Bewegungshoch im intakten mittelfristigen Aufwärtstrend versiegte die Nachfrage im DAX alsbald, und es machten sich erneut Gewinnmitnahmen breit. Obwohl die Intraday-Höchststände der letzten beiden Handelstage jeweils deutlich oberhalb der 11.400 Punkte-Marke lagen, gelang dem Index bis dato kein nachhaltiges Überwinden der 11.330-Punkte-Marke, dem 161,8%-Fibonacci-Retracement der letzten nennenswerten Konsolidierungsbewegung von Mitte November. Candlestick-technisch wurde zudem ein zweitägiges Umkehrmuster generiert („Bearish Engulfing“ – die zweite Tageskerze (schwarz) schließt die vorangegangene (weiß) komplett ein).

Die Marktteilnehmer schielen weiterhin auf die morgige EZB-Sitzung, auf der Mario Draghi aller Voraussicht nach die Erweiterung der bisherigen geldpolitischen Stimuli verkünden wird. Diesbezüglich hat der DAX bereits eine Menge „Vorschusslorbeeren“ erhalten, weshalb es nicht leicht sein dürfte, ihn nach Nennung der Fakten weiter deutlich nach oben zu treiben. Wohlgemerkt lag die Investorenstimmung auf Basis der sentix-Befragungen am Freitag vor einer Woche auf dem dritthöchsten Stand seit Beginn der Datenerhebungen im Jahr 2001. Dieses „euphorische“ Sentiment blieb dann auch am letzten Freitag bestehen.

Es ist daher aktuell problematisch, einen direkten Durchmarsch bis zum nächsten großen charttechnischen Widerstandsbereich um 11.800 zu prognostizieren. Auch aus zyklischer Sicht zeigt sich insbesondere ab der zweiten Dezemberwoche ein kleiner „Knick“. Ein fortgesetzter Abbau der „überkauften“ Lage (siehe „Projection Oscillator“ in der Grafik) ist daher weiterhin zu erwarten. Ein weiter reichendes „Luftholen“ in Richtung 11.080/11.000 Punkte sollte nicht überraschen.

1. Widerstand 11.670 / 2. Widerstand 11.800

1. Unterstützung 11.080 / 2. Unterstützung 10.870

TAnalyse-2015-12-02

 

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