Rohölpreis sollte zunächst niedrig bleiben

Die OPEC hat im Rahmen ihres Treffens in Wien sich nicht auf eine Kürzung der gegenwärtig Förderung von 31,5 Mio. Barrel pro Tag einigen können. Entscheidend für die rigorose Haltung Saudi-Arabiens ist wohl, dass sich der Wüstenstaat angesichts der allmählich sinkenden Schieferölproduktion in den USA (sowie einer absehbar sinkenden Non-OPEC-Förderung im Jahre 2016) mit seiner Strategie auf dem – langfristig – richtigen Pfad wähnt.

Der Ölpreis sollte in den kommenden Monaten weiter unter Druck bleiben. Die  globale Wachstumsdynamik dürfte sich zunächst nicht verstärken, Damit sollten die Überkapazitäten nicht merklich abgebaut werden. Somit sollte sich der Ölpreis nur wenig erholen können. Das Risiko liegt eher darin, dass die Wachstumsdynamik etwas nachlässt und damit der Ölpreis noch weiter unter Druck kommt. Mit einer solchen Entwicklung würde auch die Inflationsentwicklung weiter schwächer verlaufen als von den Zentralbanken erwartet.

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