Welt-Klimavertrag

Den in Paris beschlossenen Welt-Klimavertrag kann man tatsächlich historisch nennen. Es hat sich hier wieder einmal gezeigt, dass sich die Weltgemeinschaft auch in schwierigen Themen einigen kann, wenn der Druck nur groß genug ist. Nun kann man im Sinne unserer Kinder nur noch hoffen, dass der Vertrag auch mit Leben erfüllt wird und die Klimaerwärmung entsprechend eingedämmt werden kann.

Wenn der Vertrag gelebt wird, dürften die Auswirkungen auf Weltpolitik und Weltwirtschaft weitreichend sein. Die starke Abhängigkeit vom Rohöl sollte sich in den nächsten Jahren langsam verringern. Damit wird der Preis des Rohstoffes Öl auch an Bedeutung verlieren. Gleichzeitig wird man sich auf andere Energiequellen konzentrieren. Die Energiewende in Deutschland könnte hier für viele Länder ein Vorbild werden und man kann einige Fehler vermeiden. Öl als Rohstoff wird natürlich weiterhin eine wichtige Rolle spielen, aber insgesamt wird sein Einfluß auf die Weltwirtschaft merklich sinken.

Das politische Gewicht des Nahen Ostens dürfte damit auch abnehmen. Dies könnte insgesamt zur Befriedung dieser Region beitragen, da viele bislang gültige geopolitische Strategien an Bedeutung verlieren. Dies wird zwar ein eher mittelfristiger Prozess sein. Aber man kann nun hoffen, dass der Einigungsdruck in dieser Region damit zunimmt.

Kurzfristig dürfe sich jedoch erst einmal nichts ändern, weder an der Bedeutung des Rohöls für die Weltwirtschaft, noch an der politischen Situation im Nahen Osten. Die OPEC scheint ihre Preissetzungsmacht verloren zu haben. Damit sollte der Rohölpreis zunächst sehr niedrig bleiben und die Weltwirtschaft erhält weiterhin positive Wachstumsimpulse vom niedrigen Ölpreis.

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