DAX: Abwärtsgerichte Marktkräfte dominieren

Nach der ersten merklichen Tages-Erholungsbewegung auf die Kursverluste, die mit dem Jahreswechsel eingesetzt hatten, eröffnete der DAX gestern zunächst deutlich höher. Doch das anfängliche Kaufinteresse entpuppte sich erneut als Strohfeuer. Alsbald übernahmen die Bären das Ruder am Aktienmarkt. Sie trieben den deutschen Blue Chip-Index wieder unter die runde 10.000 Punkte-Marke zurück.

Die bisherigen Zukäufe vermochten es nicht, das 38,2%-Fibonacci-Retracement der letzten abwärts gerichteten Bewegung bei 10.210 Punkten zu überwinden. Noch nicht einmal die ehemalige charttechnische Unterstützung, jetzt Widerstand, um 10.120 Punkte konnte nachhaltig zurückerobert werden. Diese Marke wurde damit als Widerstand bestätigt, was gleichzeitig bedeutet, dass der Abwärtstrend weiterhin intakt ist. Statt eines „buy-the-dips“-Verhaltens („kaufe die Einbrüche“) kommt eine „sell-the-rallies“-Haltung („verkaufe in Stärke hinein“) im Markt zum Ausdruck. Ohne eine kurzfristige Bodenbildung oder ein positives Umkehrmuster im Candlestick-Chart bleibt unsere Grunderwartungshaltung somit grundsätzlich negativ.

Auf Basis einer gleichgerichteten Abwärtsbewegung ergibt sich kurzfristig noch ein weiteres Kursrückschlagsrisiko bis 9.550 Punkte, was einer sog. „Measured Move“-Projektion der ersten Abgabenwelle von Anfang bis Mitte Dezember entspricht (siehe orangefarbene Linien in der Grafik). Unter strategischen Aspekten bleibt auch bei einer fortgesetzten Stabilisierung das charttechnische Bild beim DAX angeschlagen. Hierbei muss insbesondere betont werden, dass der US-amerikanische Aktienmarkt sich in einem potentiellen Endstadium eines Distributionsprozesses („Top“-Bildung beim S&P 500 Index) befindet.

1. Widerstand 10.120 / 2. Widerstand 10.860

1. Unterstützung 9.550 / 2. Unterstützung 9.325

140116DAX

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