Unternehmen starten mit getrübter Stimmung ins neue Jahr

Das Geschäftsklima der deutschen Wirtschaft ist mit einem merklichen Rückgang ins neue Jahr gestartet. Während sich die aktuelle Geschäftslage nur leicht eintrübte, gingen die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate spürbar zurück. Insgesamt fällt damit das Geschäftsklima mit 107,3 Punkten auf das schlechteste Ergebnis seit fast einem Jahr zurück. Im Dezember lag der Wert noch bei 108,6 Punkten.

Der Stimmungsrückgang der deutschen Unternehmen ist in diesem Monat insbesondere auf das deutlich eingetrübte Geschäftsklima im verarbeitenden Gewerbe zurückzuführen, das so schlecht wie seit Dezember 2014 nicht mehr ausfiel. Merklich eingetrübte Exportaussichten sorgten für einen deutlichen Rückgang bei den Geschäftserwartungen, während die Geschäftslage nur leicht nachgab. Auch das Bauhauptgewerbe startete mit einem merklichen Rückgang des Geschäftsklimas ins neue Jahr, obwohl die Bauunternehmen ihre aktuelle Lage so gut wie seit Ende 2013 nicht mehr einschätzen.

Einen deutlichen Stimmungsrückgang hat auch das Dienstleistungsgewerbe zu verzeichnen. Die Bewertung der aktuellen Lage und der Geschäftserwartungen sanken gleichermaßen spürbar. Dennoch bleibt das Geschäftsklima der Dienstleistungsunternehmen weiter auf einem hohen Niveau und zwar sowohl im langfristigen Vergleich als auch in Relation zu den anderen Sektoren.

Nur marginal schlechter als vor einem Monat schneidet das Geschäftsklima im Einzelhandel ab. Während die aktuelle Lage leicht schwächer beurteilt wird, überwiegen zum Jahresstart hinsichtlich der Erwartungen immerhin wieder die Optimisten. Im Großhandel hat sich aufgrund der guten Lagebeurteilung das Geschäftsklima gegen den allgemeinen Trend sogar verbessert.

Trotz des merklich schwächeren Geschäftsklimas zu Jahresbeginn sind die Vorzeichen für ein erfolgreiches Jahr 2016 eigentlich unverändert positiv. Den Unternehmen bleiben auch im neuen Jahr die guten Rahmenbedingungen des Vorjahrs erhalten. Weder beim Niedrigzinsumfeld noch bei den im langjährigen Vergleich geringen Energiekosten sind grundlegende Veränderungen zu erwarten. Und auch auf dem Arbeitsmarkt sollte es immer noch entspannt zugehen. Dementsprechend erwarten wir für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum in Höhe von 1,8 Prozent. Im vergangenen Jahr konnte das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 1,7 Prozent zulegen.

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