Gold kurzfristig gefragt, mittelfristig sollten die Belastungsfaktoren aber überwiegen

Der Goldpreis profitierte zuletzt von den weltweiten Aktienmarkt-Turbulenzen und dem drastischen Verfall der Ölnotierung. Die erhöhte Unsicherheit führte dazu, dass Anleger wieder verstärkt auf das Edelmetall setzen. Jedoch eine nachhaltige Trendwende ist das aus unserer Sicht nicht, zumal auch schon zu Jahresbeginn 2015 ein ähnliches Verhalten der Anleger zu beobachten war.

Insbesondere die hohe Aktienvolatilität in China hat sich positiv auf die Goldpreisentwicklung ausgewirkt. Dies lässt sich gut an den steigenden Goldimporten über Hong Kong ablesen. Diese sind im Dezember im Vergleich zum Vorjahr um 89 % auf 111 Tonnen steigen. Aber auch der fallende Ölpreis und die damit rückläufige Inflationserwartung könnte den Goldpreis Auftrieb verliehen haben. Denn mit den fallenden Inflationserwartungen reduzieren sich auch die Markterwartungen für den Zinsanhebungspfad in den USA, was sich tendenziell positiv auf den Goldpreis auswirken sollte.

Kurzfristig sprechen also einige Faktoren für Gold. Mittelfristig hat sich aus unserer Sicht das Bild aber nicht verändert. Die perspektivisch steigenden Zinsen in den USA und der weiterhin relativ feste US Dollar sind Belastungsfaktoren, die in den kommenden Monaten wieder stärker in den Vordergrund treten sollten und den Goldpreis im Laufe des Jahres nachhaltig belasten sollten. So rechnen wir zum Jahresende mit einen Goldpreis von etwa 1.000 USD

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