DAX: Rückschlag im Erholungsprozess

Am Tag eins nach der ersten Fed-Sitzung in diesem Jahr eröffnete der DAX zunächst schwächer, ein größerer Abverkauf blieb aber zunächst aus. Erst im weiteren Handelsverlauf setzte sich ein deutlicher Angebotsüberschuss bei den deutschen Blue Chips durch, der den Index zeitweise wieder unter die 9.600 Punkte-Marke drückte.

Mit den negativen Nachwirkungen der Fed-Sitzung, die sich recht unklar ausdrückte und eine Zinserhöhung im März nicht ausschloss, bleibt das Gebilde einer „Gegenbewegung“ beim Aktienmarkt auf tönernen Füßen. Bisher schaffte es der DAX nicht, das 38,2%-Fibonacci-Retracement der seit Anfang des Jahres aufgelaufenen Kursverluste um 9.900 Punkte zu überwinden. Somit dominiert –charttechnisch betrachtet– weiterhin der Abwärtstrend. Um sich zumindest im kurzfristigen Kontext (das mittel- bis langfristige Gesamtbild ist ohnehin angeschlagen) ein wenig Luft zu verschaffen, muss das wichtigste deutsche Aktienmarktbarometer zwingend dieses Retracement überwinden.

Zumindest aus sentiment-technischer Sicht sollte jedoch trotz des gestrigen Rückschlags im Erholungsprozess eine fortgesetzte Aufwärtsreaktion auf der Agenda bleiben. Mit einem US-Investorensentiment, welches sich kaum von seinen pessimistischen Extrema absetzt (dies gilt sowohl für die American Association of Individual Investors als auch für die Advisors), sollte sich ein nachhaltiger Durchbruch unter die strategisch wichtige charttechnische Unterstützung um 9.325/15 Punkte noch nicht durchsetzen können. Wir rechnen daher zunächst damit, dass der deutsche Blue Chip-Index nochmals einen Anlauf in Richtung 10.120 Punkte unternehmen kann.

1. Widerstand 9.900 / 2. Widerstand 10.120

1. Unterstützung 9.565 / 2. Unterstützung 9.315

290116DAX

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