DAX: Verpufft der neue Draghi-Impuls?

Nachdem bereits in der vorletzten Woche Mario Draghi mit erneuten Hoffnungen auf weitere Geldspritzen dem deutschen Blue Chip-Index neue Kursfantasie hatte verleihen können, zeigte sich in den vergangenen Handelstagen keine deutlichere Anschlussdynamik. Auch gestern legte der DAX wieder einen schwächeren Wochenstart hin, so dass sich unverändert ein seit Dezember intakter mittelfristiger Abwärtstrend darstellt.

Charttechnisch positiv zu werten bleibt die Tatsache, dass Ende Januar die auch strategisch wichtige Unterstützung um 9.325 Punkte erfolgreich verteidigt werden konnte. Diese stellt die „letzte“ Bastion dar, die einem fortgesetzten „Crash“-Szenario beim DAX entgegensteht. Gelingt in den kommenden Wochen nicht die nachhaltige Verteidigung der Unterstützung, muss im weiteren Verlauf mit einer 100%-Korrektur der aufwärts gerichteten Bewegung von Oktober 2014 bis April 2015 gerechnet werden, was einen Test der 8.355 Punkte-Marke bedeuten würde.

Aus zyklentechnischer Sicht (Vierjahres- bzw. US-Präsidentschaftswahlzyklus) sollte ein neuer negativer Trendimpuls jedoch erst im März/April auf die Agenda rücken. Kurzfristig dürfte damit die laufende Gegenbewegung/Aufwärtsreaktion noch nicht zu ihrem Ende gekommen sein. Für ein weiter gehendes Kurspotenzial muss der DAX jedoch zwingend das 38,2%-Fibonacci-Retracement seines Abwärtstrends von Ende Dezember bei 9.900 Punkten überwinden. Es eröffnete sich dann die Chance, seinen nächsten starken charttechnischen Widerstandsbereich um 10.120 Punkte einem Test zu unterziehen.

1. Widerstand 9.900 / 2. Widerstand 10.120

1. Unterstützung 9.565 / 2. Unterstützung 9.315

020216DAX

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