DAX: Erneuter Versuch den „freien Fall“ zu stoppen

Nach schwacher Eröffnung rutsche der DAX gestern zunächst weiter nach unten. Dabei sank dieser von Bewegungstief zu Bewegungstief, so dass sogar die nächste charttechnisch relevante Haltemarke um 8.900 Punkte –jene Unterstützung, die zwischen Frühjahr und Sommer 2014 den Angriffen der Verkäufer immer wieder hatte standhalten können– unterschritten wurde. Immerhin gelang am Nachmittag mit Hilfe einer sich stabilisierenden Wall Street eine recht veritable Erholungsbewegung, ausgehend von den Tagestiefs um 8.770 Punkte.

Mit dem gestrigen Handelsgeschehen wurde zumindest einmal der „freie Fall“, der mit dem dynamischen Bruch der strategisch wichtigen charttechnischen Unterstützungszone um 9.340/15 Punkte ausgelöst worden war, gestoppt, d.h. der Charakter eines „fallenden Messers“ ist kurzfristig nicht mehr gegeben. Im kurzfristigen Kontext ist das wichtigste deutsche Aktienmarktbarometer als „überverkauft“ zu bezeichnen (siehe „Projection Oscillator“ in der Grafik), so dass nach der jüngsten Verlustserie eine Gegenbewegung/Aufwärtsreaktion im Umfeld der Unterstützungszone bei rund 8.900 Punkten auf die Agenda rückt.

Eine solche besitzt zunächst ein Potenzial bis zur ehemaligen Unterstützungs-, jetzt Widerstandszone um 9.315/40 Punkte. Jeglicher Verbleib unterhalb beschreibt einen intakten dynamischen mittelfristigen Abwärtstrend mit einem weiteren Verlustrisiko bis 8.355 Punkte. Erst wenn im weiteren Verlauf eine nachhaltige Rückeroberung der 9.315/40 Punkte-Zone gelingt, kann an eine signifikantere Rally gedacht werden, wie es der idealtypische Verlauf des Vierjahreszyklus für das laufende Jahr suggeriert.

1. Widerstand 9.070 / 2. Widerstand 9.325

1. Unterstützung 8.770 / 2. Unterstützung 8.355

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