EWU-Arbeitslosenquote weiter gesunken – Stellenaufbau könnte sich verlangsamen

Die Arbeitslosenquote des Euroraums zeigte sich im Januar mit einem Wert von 10,3 % weiter rückläufig; im Dezember 2015 betrug die Quote noch 10,4 %. Damit wurde der niedrigste Wert seit August 2011 verzeichnet. In Deutschland verringerte sich die – EU-harmonisierte – Rate auf nun 4,3% und weist damit weiterhin den tiefsten Wert in der gesamten EU aus. In Italien zeigte sich erstmals seit August 2015 wieder eine leichte Verbesserung in der Arbeitslosenquote um -0,1 auf 11,5 %. In Frankreich hingegen hat sich die Quote erstmals seit August 2015 verschlechtert; der Wert stieg leicht um um +0,1 auf 10,2 Prozent. Die Arbeitsmärkte beider Länder gehören damit weiterhin zu den größten Problemfällen im Euro-Raum.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat konnten 16 der 19 Euro-Mitgliedsländer Ihre Arbeitslosigkeit reduzieren oder zumindest stabilisieren. Nur in Österreich, Finnland und Lettland hat sich die Lage am Arbeitsmarkt weiter verschlechtert.

Die Indikatorenlage für den Arbeitsmarkt im Euro-Raum hatte sich zuletzt weiter eingetrübt. Laut den Umfrageergebnissen der Einkaufsmanager im Februar sank der Jobindex in der Industrie auf ein Ein-Jahres- und im Servicesektor auf ein Fünfmonatstief. Dabei gaben die Unternehmen an, dass sie vor dem Hintergrund einer zwar guten, aber stagnierenden Geschäftsentwicklung zurückhaltender bei Neueinstellungen vorgehen wollen. Der Gesamtindex, der sich aus den beiden Teilbereichen Industrie und Dienstleistungen zusammensetzt, fiel auf den niedrigsten Stand seit September 2015. Damit notiert der Beschäftigungsindex aber weiterhin im expansiven Bereich oberhalb der 50-Punkte Schwelle und deutet einen moderaten Stellenaufbau in den kommenden Monaten an.

Artikel bewerten


Vielen Dank für Ihre Wertung. Ihre Wertung:
Aktuell ist noch keine Bewertung vorhanden. Seien Sie der Erste! Aktuelle durchschnittliche Bewertung des Artikels: 4.50

Hinterlasse eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *