DAX: Reaktionshoch von Ende Januar erreicht

Auch zum Wochenausklang konnte der DAX zunächst weiter nach oben klettern. Im Zuge der Veröffentlichung robuster US-Arbeitsmarktdaten um 14.30 Uhr legte der Markt dann sogar nochmals den Turbo ein und erreichte in der Spitze exakt den charttechnischen Widerstand um 9.900 Punkte. Diese Bewegung war jedoch nicht von Nachhaltigkeit geprägt, sondern stellte nur eine kurzlebige Spitze dar. Über den Rest des Tages dominierten erneut Gewinnmitnahmen.

Insgesamt ändert sich unsere charttechnische Gesamteinschätzung nicht: Mit dem Erreichen der 9.900 Punkte-Marke schöpfte der DAX auch noch den „letzten Rest“ unseres kurzfristigen Zielbereichs um 9.865/9.900 Punkte aus. Dort besteht ein als recht stark einzustufender Widerstand, da es sich um das Reaktionshoch von Ende Januar handelt. Nach der „100%-Korrektur“ des letzten Abwärtsbeins im Dezember-Abwärtstrend dürfte somit weiterhin eher eine fortgesetzte Verschnaufpause auf der Agenda bleiben. Auch wenn grundsätzlich die Chance gegeben ist, die laufende „Bärenmarktrally“ über diesen Bereich hinaus zu treiben (da aus zyklentechnischer Sicht das Zeitfenster für steigende Notierungen noch für einige Wochen offen steht), so sollte zunächst weiterhin von einem Rücksetzer ausgegangen werden. Ein solcher würde auch dem Abbau der „überkauften“ Markttechnik (siehe „Projection Oscillator“ in der Grafik) nach der jüngsten 1.200 Punkte-Rally abbauen.

Weitere Gewinnmitnahmen, die oberhalb des zuletzt überwundenen Bewegungshochs des kurzfristigen Aufwärtstrends bei 9.580 Punkten verbleiben, sind dabei noch als recht positiv für den weiteren Verlauf zu interpretieren. Demgegenüber muss jedoch für eine weiter gehende Kursfantasie in Bezug auf die laufende Aufwärtsbewegung die 9.900 Punkte-Marke nachhaltig überwunden werden.

1. Widerstand 9.900 / 2. Widerstand 10.165

1. Unterstützung 9.585 / 2. Unterstützung 9.125

070316DAX

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