DAX: Warten auf Draghi

Im Vorfeld der heutigen EZB-Sitzung zeigte sich der deutsche Blue Chip-Index gestern erneut von seiner hoch volatilen Seite. Bis zur Mittagszeit bildete sich zunächst ein markanter Nachfrageüberschuss heraus. Im weiteren Verlauf dominierten dann die Verkäufer den Markt, so dass die gesamten Tagesgewinne fast vollständig wieder abgegeben wurden.

Damit konnte sich der DAX erneut nicht mit einem dynamischen Überwinden des Widerstands um 9.900 Punkte aus der nun schon seit sechs Handelstagen laufenden Konsolidierungsbewegung befreien. Heute dürften dabei alle Augen auf die EZB-Sitzung gerichtet sein. Gelingt es, etwa mit Hilfe der Ankündigung einer Ausweitung der Wertpapierkäufe, dass das wichtige Reaktionshoch von Ende Januar bei 9.900 Punkten nachhaltig durchbrochen wird, würde sich noch einmal ein weiteres Anschlusspotenzial bis zum Widerstand aus dem Jahr 2014 um 10.060 Punkte ergeben. Hier verläuft zugleich auch das 50%-Retracement der gesamten Abwärtsbewegung von Anfang Dezember.

Da die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer an Draghi scheinbar recht hoch ist, muss auch das Risiko einer gewissen Ernüchterung eingeplant werden. Charttechnisch gilt weiterhin, dass alle Abgaben, die oberhalb des zuletzt überwundenen Bewegungshochs des kurzfristigen Aufwärtstrends bei 9.580 Punkten erfolgen, für den weiteren Verlauf noch günstig zu interpretieren sind. Auch unter zyklischen Aspekten besteht noch bis Ende des Monats Rückenwind.

1. Widerstand 9.900 / 2. Widerstand 10.165

1. Unterstützung 9.585 / 2. Unterstützung 9.125

100316DAX

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