DAX: Nach der EZB-Entscheidung ist vor der Fed-Entscheidung

Nachdem sich, nach der Ankündigung einer neuen Geldflut von Seiten der EZB am Donnerstag, zunächst die „Bären“ beim DAX durchsetzen konnten, übernahmen am Freitag erneut die „Bullen“ die Marktführerschaft. Fast den gesamten Handelstag über stimulierte ein markanter Nachfrageüberschuss den Kursverlauf.

Trotz der neuen Kaufbereitschaft konnte sich der deutsche Blue Chip Index erneut nicht mit einem dynamischen Überwinden des charttechnischen Widerstands um 9.900 Punkte aus der nun schon seit acht Handelstagen laufenden Konsolidierungsbewegung befreien. Erst wenn es gelingt, dass das wichtige Reaktionshoch von Ende Januar nachhaltig durchbrochen wird, wäre dies eine Bestätigung des bis Ende des Monats noch günstigen zyklentechnischen Umfelds und würde noch einmal ein weiteres Anschlusspotenzial bis zum Widerstand aus dem Jahr 2014 um 10.060 Punkte ergeben. Hier verläuft zugleich auch das 50%-Retracement der gesamten Abwärtsbewegung von Anfang Dezember.

Die aktuelle technische Ausganssituation bleibt dabei insgesamt sehr sensibel. Nach der EZB-Entscheidung dürften diese Woche alle Augen auf die Notenbanksitzung der Fed gerichtet sein. Sollte es in diesem Umfeld zu einem nachhaltigen Abkippen unter das 38,2%-Fibonacci-Retracement des Aufwärtstrends vom 11. Februar bei 9.500 Punkten führen, würden sich beim DAX zunächst weitere Kursrückschlagsrisiken bis zum letzten Reaktionstief bei 9.125 Punkten ergeben. Das gesamte Konstrukt einer fortgesetzten Stabilisierungsbewegung wäre dann mehr als in Frage zu stellen.

1. Widerstand 10.000 / 2. Widerstand 10.060

1. Unterstützung 9.500 / 2. Unterstützung 9.125

140316DAX

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