DAX: Momentumverlust wird immer offenkundiger

Nach einem starken gestrigen Vormittag, der nochmals ein neues Bewegungshoch im DAX (knapp 10.100 Pkt.) mit sich brachte, ging deutschen Blue Chips erneut die Puste aus. Die damit verbundenen Gewinnmitnahmen drückten das wichtigste deutsche Börsenbarometer zwischenzeitlich fast wieder auf einen Stand von 9.900 Punkten.

Damit bleibt das Bild der letzten Handelstage bestehen. Der deutsche Blue Chip-Index „schleppt“ sich nur noch von einem marginalen Bewegungshoch zum nächsten. „Dynamik“ scheint ein Fremdwort für den deutschen Markt zu sein, und das, obwohl die US-amerikanischen Pendants wie bspw. der S&P 500 munter von Hoch zu Hoch eilen. Neben dieser auffälligen „Relativen Schwäche“ belastet das sich schließende zyklische Zeitfenster für steigende Notierungen. So befinden wir uns auf der Zeitebene bereits im „Streubereich“ eines wichtigen „lokalen Hochpunkts“. Viel Fantasie nach oben lässt sich aus dieser Konstellation nicht mehr ableiten. Dies bedeutet auch, dass das prinzipiell noch mögliche „Übertreibungspotenzial“ bis zur 200 Tage-Linie (akt. 10.410 Pkt.) wohl eher nicht mehr ausgeschöpft werden wird.

Auf der Ebene der Formationstechnik zeigt sich darüber hinaus ein potenzieller „Keil“. Ein solcher wird i.d.R. nach unten aufgelöst. Ein erster stärkerer Einschlag in den kommenden Handelstagen wäre daher aus unserer Sicht als starkes Indiz zu werten, dass die laufende Bärenmarktrally vorbei ist.

1. Widerstand 10.100 / 2. Widerstand 10.415

1. Unterstützung 9.500 / 2. Unterstützung 9.125

220316DAX

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