EUR-PLN auf neuem Jahrestiefststand

Euro-Zloty fiel heute Morgen im Tief vorübergehend bis auf rund 4,2270 PLN und markierte damit einen neuen Jahrestiefststand. Bemerkenswert ist, dass sich die polnische Landeswährung von den gestern enttäuschend ausgefallenen CPI-Daten, welche auf eine sich zuletzt leicht verschärfende Deflation hingewiesen haben, nicht verunsichern ließ. Neben der deutlich nachgelassenen globalen Risikoaversion und den soliden polnischen Konjunkturdaten dürfte diese Entwicklung vor allem auf die sich deutlich zurückgebildeten Leitzinssenkungserwartungen zurückzuführen sein. Nach der personellen Neubesetzung eines Großteils der Stellen des dortigen geldpolitischen Entscheidungsgremiums (NBP) zu Beginn des Jahres durch die neue polnische Regierung, ging der Markt davon aus, dass nun in Polen Leitzinssenkungen nicht mehr lange auf sich warten lassen würden. So machte doch die dortige Regierung von Anfang an keinen Hehl aus ihrer Präferenz für niedrigere Zinsen. Überraschenderweise sprach sich nach ihrer Ernennung die Mehrzahl der neuen NBP-Mitglieder jedoch für ein im aktuellen Umfeld unverändertes Leitzinsniveau aus und verlieh damit dem angeschlagenen Zloty erheblichen Rückenwind.

Mit Blick auf die am Mittwoch stattfindende Sitzung der dortigen Währungshüter gehen wir daher davon aus, dass sie den Leitzins einmal mehr unverändert bei 1,50% belassen werden. Dies entspricht der allgemeinen Markterwartung. Da die polnische Landeswährung zuletzt sehr viel Boden gutmachen konnte und sich der Euro ebenfalls von seiner starken Seite zeigt, rechnen wir in der kommenden Woche in Euro-Zloty mit einem unter dem Strich seitwärtsorientierten Geschehen im Bereich des aktuellen Kursniveaus.

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