DAX: Pattsituation hält noch an

Nach moderater Eröffnung zeigte sich gestern zunächst ein leichter Nachfrageüberschuss am deutschen Aktienmarkt. Der DAX kletterte bis an die 9.900 Punkte-Marke. Diese Tagesgewinne bröckelten dann im weiteren Handelsverlauf ab. Am Ende stand ein recht unspektakulärer Handelstag zu Buche.

Insgesamt bleibt das bisherige Bild intakt. Es ist immer offenkundiger ein Momentumverlust in der aufwärts gerichteten Bewegung von Mitte Februar zu erkennen, der jedoch bisher nicht zu einem durchgreifenden Abverkauf geführt hat. Ausgehend von der als Widerstand bestätigten Zone rund um die 10.000 Punkte-Marke, werden leichtere Einbrüche von 200-300 Punkten immer wieder zu Käufen genutzt. Insofern ist seit fast drei Wochen keinerlei Trendverhalten im Markt, sondern eher eine „Pattsituation“ zwischen Bullen und Bären abzuleiten. Auf der Zeitebene handelt der Aktienmarkt aktuell in dem Zeitfenster, in welchem das Auftreten eines Hochpunkts zu erwarten ist. Das Hin und Her der letzten Tage sollte damit eher zu einem kurzfristigen Topbildungsprozess als zu einem gesunden Luftholen gehören.

Es verdichten sich somit immer stärker die von der Zyklentechnik abzuleitenden Anzeichen, dass der DAX sich bereits in der Phase befindet, einen „lokalen Hochpunkt“ herauszubilden. So wird auf Basis des vielbeachtenden US-Präsidentschaftszyklus für die kommenden Wochen an den internationalen Aktienmärkten eine Schwächeperiode angedeutet. Ein Meilenstein für den Übergang in einen länger andauernden „Bärenmarkt“ wäre ein nachhaltiger Durchbruch unter das Niveau des 38,2%-Fibonacci-Retracements des mittelfristigen Aufwärtstrends um 9.570 Punkte.

1. Widerstand 10.100 / 2. Widerstand 10.375

1. Unterstützung 9.500 / 2. Unterstützung 9.125

050416DAX

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