DAX: Neuer abwärts gerichteter Trendkanal etabliert

Nachdem der deutsche Blue Chip-Index noch am Mittwoch gegen Handelsende einen deutlicheren Schlussspurt hatte hinlegen können, verflachte das Interesse der Anleger gestern spürbar. Nach anfänglichen Zukäufen belastete im weiteren Tagesverlauf ein latenter Angebotsüberschuss die Kursentwicklung vom DAX.

Insgesamt gelingt dem DAX im Rahmen der gegenwärtig „überverkauften“ Situation (siehe „Projection Oscillator“) noch nicht einmal eine Aufwärtsreaktion in Richtung der unteren Begrenzung der zuvor nach unten verlassenen Handelsspanne bei 9.760 Punkten. Darüber hinaus konnte gestern mit dem Schlusskurs auch schon nicht mehr das 38,2%-Fibonacci-Retracement des gesamten Februar-Aufwärtstrends bei 9.570 Punkten verteidigt werden. Damit trübt sich das charttechnische Gesamtbild deutlicher ein. So kristallisiert sich bereits ein kurzfristig abwärts gerichteter Trendkanal heraus (siehe Grafik).

Zusammengefasst wird unsere Annahme, dass der Markt im Zeitfenster „Ende März/Anfang April“ einen „lokalen Hochpunkt“ durchlaufen sollte, weiter bestätigt. Vor allem mittelfristig ergeben sich damit wieder deutlichere Kursrisiken: Hier dürfte zunächst die charttechnische Unterstützung um 9.325 Punkte ins Blickfeld rücken. Fällt der DAX nachhaltig darunter, würde ein rascher „Re-Test“ des Februartiefs bei 8.700 Punkten zum Thema. Auf der Zeitebene sollte der zu erwartende Abgabedruck bis ca. Mitte/Ende Mai vorherrschen.

1. Widerstand 9.760 / 2. Widerstand 10.100

1. Unterstützung 9.500 / 2. Unterstützung 9.325

080416DAX

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