Spekulative Investoren wetten auf fallenden US-Dollar – erstmals seit Mai 2014

Das Vertrauen in den US-Dollar ist weiterhin so angeschlagen wie lange nicht. Dies haben die jüngsten Daten zur Positionierung der spekulativen Anleger an der Derivatebörse in Chicago erneut eindrucksvoll vor Augen geführt. Nachdem die aggregierten Netto-Positionen gegenüber dem Greenback bereits seit Dezember letzten Jahres den Rückwärtsgang eingelegt hatten, fielen sie vergangene Woche sogar in den negativen Bereich. Erstmals seit fast zwei Jahren setzt diese Investorengruppe demnach zumindest insgesamt wieder auf einen fallenden Dollar.

Beruhigend aus Sicht der US-Währung dürfte dabei sein, dass die letzten beiden Phasen mit einer Netto-Short-Positionierung nicht gerade lange anhielten. Im Frühjahr 2014 dauerte es sechs Wochen, bis die Long-Positionen wieder die Oberhand gewannen, im Herbst 2013 waren es sogar nur vier Wochen. Was bleibt ist die Frage, wodurch Anleger wieder Vertrauen in eine Aufwertung der weltweit bedeutendsten Währung fassen könnten. Hilfreich wären sicherlich zwei Dinge: Gute Konjunkturdaten und eine zuversichtliche Zentralbank. Zwar dürften von den US-BIP-Daten für das erste Quartal in dieser Woche kaum positive Impulse zu erwarten sein. Das Entscheidungsgremium der Federal Reserve könnte jedoch einen zarten Hinweis auf eine mögliche Zinsanhebung zur Mitte des Jahres geben und damit nicht nur die Zuversicht bei den spekulativen Investoren stärken, sondern auch dem US-Dollar Aufwind verleihen.

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