US Notenbank wird etwas deutlicher

Die Erwartungen hinsichtlich eines Zinsschrittes im Juni wurden ein Stück weit geschürt. Die schwachen BIP-Daten zum Jahresanfang gehören der Vergangenheit an und sollten unseres Erachtens nicht überbewertet werden. Dies gilt vor allen Dingen, da die weitere konjunkturelle Entwicklung sogar optimistischer eingeschätzt wird als im März-Kommuniqué. Zwar wurde im Pressestatement nicht der Passus eingefügt, dass die Risiken für die Inflation und die US-Wirtschaft ausgewogen seien. Dies wäre ein klares Signal für eine Leitzinserhöhung im Juni gewesen. Die Fed hat jedoch die globalen Risiken nicht mehr in den Vordergrund gestellt. Diese galten als Hauptgrund für die Pause im weiteren Zinserhöhungszyklus der Fed. Eine ähnliche Formulierung hatte die Fed im Oktober 2015 gewählt, um dann im Dezember die Leitzinsen zu erhöhen. Unverändert erwarten wir eine weitere Zinserhöhung im Juni dieses Jahres und sehen uns mit der jüngsten Veröffentlichung in dieser Meinung bestätigt. So hat das Pressestatement zur FOMC-Sitzung die Möglichkeit eines baldigen Zinsschritts erhöht. Die Marktteilnehmer erwarten nun mit einer impliziten Wahrscheinlichkeit von 21% eine Zinserhöhung im Juni. Vor zwei Wochen lag dieser Wert noch bei 15%. Bestätigen die Konjunkturindikatoren in den kommenden Wochen eine zunehmende konjunkturelle Dynamik, steht einer Leitzinserhöhung im Juni kaum etwas entgegen. Die Fed wird dann ihre Meinung konkretisieren und in verschiedenen Reden auf die möglicherweise anstehende Zinserhöhung im Juni vorbereiten

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