DAX: Widerstandsmarken nicht wieder zurückerobert

Nach fester Eröffnung zeigte der DAX gestern nur in den ersten beiden Handelsstunden Stärke. Im weiteren Verlauf musste das wichtigste deutsche Aktienmarktbarometer dann Einbußen hinnehmen. Damit war auch ein Fall unter die zuvor überwundene runde 10.000 Punkte-Marke verbunden.

Mit dem gestrigen Handelsgeschehen hat sich nicht viel verändert. Einem intakten mittelfristigen Aufwärtstrend (demjenigen vom 11. Februar) steht ein kurzfristiger Abwärtstrend gegenüber. Der Verbleib des Index innerhalb seines mittelfristigen Aufwärtstrendkanals ist aber aus charttechnischer Sicht grundsätzlich positiv zu beurteilen. Auch die aktuelle sentiment-technische Entwicklung dürfte stützend wirken. Während die Umfragen zum Aktienmarkt in der letzten sentix-Erhebung einen Pessimismus aufzeigen konnten, schlägt die Serie überdurchschnittlicher CBOE-Put/Call-Ratios an zehn aufeinander folgenden Handelstagen trotz lediglich einer „Mini-Konsolidierung“ in den USA in die gleiche Kerbe. Eine solche Skepsis zum Markt ist im Allgemeinen nicht dazu angetan, selbigen deutlich weiter absacken zu lassen.

Was kurzfristig fehlt, ist neues Momentum auf der Oberseite in Form eines dynamischen Überwindens der Widerstandszone um 10.110/190 Punkte, wo sich die Bewegungshochs aus der zweiten Märzhälfte und die 200 Tage-Linie befinden. Ohne einen solchen Impuls besteht vor dem Hintergrund eines ungünstigen zyklischen Umfelds immer noch die Gefahr, in Richtung des Tiefs vom April bei 9.500 Punkten gedrückt zu werden. Ergo: Die 200 Tage-Linie im DAX sollte auf dieser Basis nun zügig zurückerobert werden, damit die Etablierung eines neuen tertiären Aufwärtstrends auch von charttechnischer Seite aus gelingen kann.

1. Widerstand 10.110 / 2. Widerstand 10.475

1. Unterstützung 9.740 / 2. Unterstützung 9.500

 

 

DAX2

 

 

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