US-Kapitalbilanz zeigt Verbesserung – Treasury-Nachfrage bleibt problematisch

Die neusten Portfolioflowdaten aus den USA sind zunächst positiv zu bewerten. Nachdem schon der Februar mit einem Nettokapitalzufluss in langfristige US-Wertpapiere punkten konnte, enttäuschten auch die Märzdaten nicht. Insgesamt belief sich der Kapitalzufluss aus dem Ausland im ersten Quartal auf 140 Mrd. USD. Profitieren konnten hiervon vor allem Unternehmensanleihen und Agency Bonds. Der US-Aktienmarkt erlitt dagegen erneut einen Kapitalabzug (dieser summiert sich seit Anfang 2013 auf beeindruckende 197 Mrd. USD). Was den US-Treasury-Markt betrifft, so konnte dieser im März zwar einen durchaus soliden  Zufluss von 23 Mrd. USD verbuchen, die Nachfrage bleibt jedoch insgesamt gering und äußerst volatil. Dies ist vor allem der nachlassenden Nachfrage seitens offizieller Investoren geschuldet: einhergehend mit fallenden globalen Devisenreserven, kaufen Zentralbanken weltweit seit Mitte 2014 deutlich weniger US-Treasuries, ja verkaufen sie zum Teil sogar. Somit sind die USA heute wesentlich mehr auf den guten Willen privater Investoren aus dem Ausland angewiesen als in der Vergangenheit. Erfreulich, aus Sicht der USA, ist hingegen der weiter anhaltende Rückfluss heimischen Kapitals, das seit 2014 verstärkt aus dem Ausland abgezogen wird. In den vergangenen zwölf Monaten beliefen sich diese Repatriierungen auf beeindruckende 225 Mrd. USD. Diese konzentrierten sich vor allem auf ausländische Anleihemärkte, vor allem aus Asien wurde Kapital abgezogen.

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