DAX: Richtungsentscheid erneut vertagt

Nach den ungünstigen Vorgaben eröffnete der DAX gestern recht schwach. Im weiteren Verlauf pendelte er zunächst auf niedrigem Niveau seitwärts zwischen 9.800 und 9.900 Punkten. Erst am späteren Nachmittag kam im Zuge einer ins Plus drehenden US-Börse wieder etwas mehr Kaufinteresse auf. Insgesamt gelang mit dem gestrigen Handelstag weder ein Befreiungsschlag, noch fand eine weitere Eintrübung des Chartbilds statt. Ein Richtungsentscheid ist damit erst einmal vertagt.

Die kurzfristig zu beobachtende „Pattsituation“ zwischen Bullen und Bären am Markt geht in die nächste Runde. Seit rund zwei Wochen dominiert eine Art „Pendelbewegung“ zwischen rund 10.100 Punkten auf der einen und rund 9.800 Punkten auf der anderen Seite. Beide Marken repräsentieren wichtige Widerstands- bzw. Unterstützungslevels, deren Über-/Unterschreiten ein prozyklisches Signal auslösen dürfte. Ohne ein solches Signal bleibt der deutsche Blue Chip-Index in seiner Handelsspanne bzw. in einem trendlosen Geschehen gefangen.

Problematisch ist der Widerspruch zwischen dem zyklentechnischen „Fahrplan“, der einen unmittelbar bevorstehenden weiteren Kursrutsch vorsieht, und dem Investorensentiment, welches den Markt gut nach unten abzusichern scheint. Nur an zwei von 15 Handelstagen lag die CBOE-Put/Call-Ratio unterhalb von 1,0, was eine sehr negative kurzfristige Markterwartung von Seiten der Investoren signalisiert. Somit sollte erst ein entsprechendes charttechnisches Signal (s.o.) dem Markt den weiteren Weg weisen.

1. Widerstand 10.110 / 2. Widerstand 10.475

1. Unterstützung 9.740 / 2. Unterstützung 9.500

190516DAX

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