Stimmung unter den Einkaufsmanagern im Euro-Raum leicht eingetrübt

Die Einkaufsmanager im gesamten Euro-Raum zeigen sich im Mai im Vergleich zum Vormonat nicht zuversichtlicher. Das geht aus den vorläufigen Ergebnissen der Einkaufsmanagerbefragung durch Markit hervor. Während Messzahl für die Stimmung im Dienstleistungsbereich bei 53,1 Indexpunkten unverändert blieb, gab der Index für das Verarbeitende Gewerbe um 0,2 Punkte nach und sank auf 51,5 Punkte. Da auch die Kennzahl für die Produktion leicht nachgab, sank der zusammengefasste Composite Index leicht. Eine insgesamt angespannte Auftragslage drückte auf die Stimmung der Einkaufsmanager im Mai. Gemäß den Angaben von Markit trübte sich vor allem die Stimmung der Einkaufsmanager in den Ländern ohne Deutschland und Frankreich ein. Dort sank die Steigerungsrate so tief wie seit 17 Monaten nicht mehr. Auf Basis der Einkaufsmanagerbefragung mehren sich die Anzeichen, dass sich die konjunkturelle Dynamik in der EWU im zweiten Quartal abschwächen dürfte.

Die deutschen Einkaufsmanager zeigten sich im Mai erstmals in diesem Jahr optimistischer. Der zusammengefasste Composite Index legte 1,1 Indexpunkte zu und lag im Mai bei 54,7 Punkte. Er notiert damit so hoch wie seit fünf Monaten nicht mehr. Dabei hellte sich die Stimmung sowohl im Verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor auf. Ein stärkeres Abarbeiten von Auftragsbeständen und ein leichter Zuwachs bei den Auftragseingängen waren die maßgeblichen Gründe. Allerdings fiel das Plus bei den Neuaufträgen so gering wie seit Monaten nicht mehr aus, was nach Angaben von Markit auf ein schwieriges Marktumfeld gerade im Bereich der Industrie schließen lässt. Zudem zogen die Einkaufspreise aufgrund des gestiegenen Ölpreises und höherer Lohnzuwächse an, während die Verkaufspreise unverändert geblieben sind. Insgesamt zeigt sich die Stimmung in Deutschland im Mai stabil, eine Fortsetzung des schwachen Auftragsplus könnte jedoch ein Anlass zur Sorge werden.

Nach dem relativ starken Wirtschaftswachstum im ersten Quartal signalisieren die Vorabergebnisse der Einkaufsmanagerbefragung in Frankreich nicht, dass die Wachstumsdynamik beibehalten werden könnte. Zwar verbesserte sich die Stimmung bei den Dienstleistern von 50,6 auf aktuell 51,8 Punkte recht deutlich. Die Lage im Verarbeitenden Gewerbe bleibt dagegen trüb. Mit 48,3 Indexpunkten nach 48,0 Punkten im Vormonat liegt die Messzahl den dritten Monat in Folge unter der Wachstumsschwelle von 50 Indexpunkten. Geringe Produktionszuwächse und erneut sinkende Beschäftigung waren hier die maßgeblichen Gründe. Aber ohne eine nachhaltige Verbesserung in der französischen Industrie dürfte die französische Volkswirtschaft kaum an Fahrt gewinnen, beziehungsweise die gesamtwirtschaftliche Dynamik vom Jahresbeginn nicht halten.

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