Dänische Krone im Aufwind

Eine der interessanteren Devisenmarktbewegungen der letzten Wochen war die Aufwertung der dänischen Krone. Prozentual mögen die Kursschwankungen in EUR-DKK verschwindend gering sein und auch der offizielle Währungskorridor ist nicht gefährdet, dennoch ist die Aufwertung der Krone beachtenswert. Schließlich hatte eine Aufwertung in einer ähnlichen Größenordnung vor etwas mehr als einem Jahr die Dänische Nationalbank auf den Plan gerufen. Dieses Mal haben sich die Währungshüter (zumindest bislang) zurückgehalten: weder gab es Gerüchte über eine mögliche Intervention, noch hat die Zentralbank zu anderen (expansiven) Maßnahmen gegriffen. Dies sollte jedoch nicht als Zeichen interpretiert werden, dass die Dänen einer Aufwertung der Krone auch in Zukunft tatenlos zusehen werden. In den vergangenen zehn Jahren fungierten Kurse um 7,43 DKK als, wenngleich inoffizielle, Untergrenze für EUR-DKK. Auch dieses Mal dürfte die Zentralbank im Notfall aktiv werden, um eine aggressivere Aufwertung der Krone zu verhindern. Dies wäre wahrscheinlich vor allem dann notwendig, sollten sich die Briten am 23.6. für einen Austritt aus der EU entscheiden: ein solcher Schritt würde u.A. nach die Nachfrage nach den Skandies deutlich ansteigen lassen. Auch für die Zentralbanken in Stockholm und Oslo könnte dies zum Problem werden: vor allem die Riksbank stemmt sich schon heute deutlich gegen eine Aufwertung der Krone.

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