Woche der Notenbanken: Vier der Top 5 entscheiden über Geldpolitik

Über die am Mittwoch anstehende Entscheidung der US-Notenbank wurde im Vorfeld schon heftig diskutiert, hatte doch nicht nur Fed-Chefin Yellen eine behutsame Straffung der Geldpolitik im Sommer angedeutet. Nach einem stimmungsgeladenen Auf und Ab rechnet mittlerweile kaum noch jemand ernsthaft mit einer kurzfristigen Zinsänderung. Im Schatten der Fed, aber aus Marktsicht nicht zu vernachlässigen, stehen am Donnerstag Entscheidungen von drei weiteren weltweit bedeutenden Notenbanken an. So melden sich wenige Stunden nach der Bank of Japan die Schweizerische Nationalbank und die Bank of England zu Wort. Zwar werden bei keiner Leitzinsentscheidung Änderungen erwartet, dennoch sind die Treffen hochinteressant. Neben Hinweisen darauf, ob und inwieweit sich die Notenbanken auf die möglichen Folgen eines „Leave-Votums“ beim dann genau eine Woche später stattfindenden EU-Referendum in Großbritannien vorbereitet haben, steht vor allem der Ausblick im Fokus. Vertreter der BoJ hatten jüngst erneut darauf hingewiesen, dass es im Bedarfsfall zu weiteren Lockerungsschritten kommen kann. Die Warnungen der BoE vor einer erheblichen Wachstumsverlangsamung verfehlten ihre Wirkung nicht. So deutet die jüngste OIS-Entwicklung (Overnight Index Swap) darauf hin, dass die Spekulationen über eine Zinssenkung zugenommen haben. Dagegen erweist sich die Schweiz als „Fels in der Brandung“, untermauerten doch die erfreulich ausgefallenen Konjunkturdaten den neutralen Kurs der SNB.

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