Brexit – was nun?

Sie haben es tatsächlich geschafft: mit einer knappen Mehrheit von 52% haben die Befürworter eines britischen Austritts aus der EU das gestrige Referendum gewonnen. Das Ergebnis kommt für den Finanzmarkt völlig überraschend: zwar hatten die Umfragen bis zuletzt keine klare Indikation gegeben, wie das Referendum ausgehen würde, der Markt hatte aber eindeutig auf ein Remain gesetzt. Doch wie geht es nun weiter? Hier eine Liste der, aus unserer Sicht, wichtigsten Fragen.

» Was passiert nun? Der Austritt eines Landes aus der EU ist ein Novum (Grönland nicht mitgerechnet). Sowohl die Briten als auch die EU werden in den kommenden Wochen und Monaten Wege finden müssen, mit dieser Situation umzugehen. Einen konkreten Fahrplan gibt es nicht.

» So ist u.a. vollkommen unklar, wie sich die Austrittsbefürworter die künftigen Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU vorstellen. Und auch die EU wird vorsichtig agieren müssen: ein zu schnelles Entgegenkommen würde ein potentiell fatales Signal an die anderen EU-Staaten senden.

» Die Finanzmärkte werden sich daher auf eine längere Periode erhöhter Unsicherheit einstellen müssen. Auch wenn die extreme Marktvolatilität des heutigen Tages sich u.E. nach relativ schnell wieder beruhigen wird, eine Rückkehr zum Normalzustand erwarten wir auf kurze Sicht nicht.

» In den kommenden Tagen wird es auf offizieller Seite zunächst darum gehen, die Märkte zu beruhigen. Die Notenbanken können hier einen wichtigen Beitrag leisten und dürften die vorhanden Instrumente auch nutzen um zu starke Verwerfungen an den Finanzmärkten zu verhindern. Dies gilt für den Devisenmarkt, wie auch für den Anleihemarkt in Europa.

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