DAX: Erneuter Test des „Brexit“-Tiefs auf der Agenda

Auch gestern dominierten die Verkäufer am deutschen Aktienmarkt. Es war bereits der dritte Handelstag hintereinander, an dem der deutsche Blue Chip-Index Verluste zu verbuchen hatte. Damit wurden über drei Viertel der Erholungsgewinne seit dem „Brexit“-Ereignis wieder aufgezehrt.

Mit der Kursbewegung der letzten anderthalb Handelswochen zeigt sich ein hoch volatiles Handelsgeschehen, in dem sich Auf- und Abwärtsbewegungen von mehreren hundert Punkten abwechseln. Der Übergang zu einer gewissen Normalität nach dem exogenen Schock durch das unerwartete „Brexit“-Ereignis gestaltet sich schwierig. Mit dem gestrigen dynamischen Unterschreiten der 9.500 Punkte-Marke, in der Vergangenheit häufig Unterstützung und Widerstand, bahnt sich aktuell ein weiterer Test des „Brexit“-Crashtiefs bei 9.215 Punkten an, wo für die Marktteilnehmer ein charttechnischer „Anker“ gesetzt wurde. Dieser muss im weiteren Verlauf nachhaltig verteidigt werden, da ansonsten ein Abrutschen bis zum Februar-Tief bei 8.700 Punkten droht.

Der lähmende Einfluss einer weiter schwelenden EU-Krise bedeutet aus einem strategischen Blickwinkel heraus erhöhte Kursrisiken für die Dividendenpapiere. Aus zyklischer Sicht sollte ein „neues Abwärtsbein“ im Rahmen des seit April 2015 andauernden übergeordneten Bärenmarktes jedoch erst ab Ende August/Anfang September auf die Agenda rücken. Insofern besteht die Chance, dass sich der DAX (auch bzw. insbesondere mit Hilfe der charttechnisch noch recht konstruktiven US-Indizes) noch einmal mit der Fortsetzung der volatilen seitwärts gerichteten Handelsphase hinüber retten kann und der o.g. Anker bei 9.215 Punkten seine Funktion erfüllt.

1. Widerstand 9.500 / 2. Widerstand 9.800

1. Unterstützung 9.215 / 2. Unterstützung 8.700

070716DAX

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