DAX: Keine Verbesserung der charttechnischen Lage

Nachdem der deutsche Blue Chip-Index am Mittwoch bereits bis auf 90 Punkte an sein „Brexit“-Crashtief herangekommen war, setzte dieser gestern zu einer Gegenbewegung nach drei Verlusttagen hintereinander an. Dabei versuchten die Bullen am Markt, das wichtigste deutsche Börsenbarometer wieder über die 9.500 Punkte-Marke zurück zu treiben. Dies gelang jedoch nicht.

Ohne eine dynamische Rückeroberung der 9.500 Punkte-Marke bleibt die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es im weiteren Verlauf zu einem nochmaligen Test des „Brexit“-Crashtiefs bei 9.215 Punkten kommt. Dort besteht seit dem scharfen Kursverlust vom 24./27. Juni für die Marktteilnehmer ein neuer charttechnischer „Anker“. Dieser muss im weiteren Verlauf nachhaltig verteidigt werden, da ansonsten ein Abrutschen bis zum Februar-Tief bei 8.700 Punkten droht.

Problematisch ist aktuell die permanente relative Schwäche gegenüber den US-amerikanischen Pendants, die zu einem Dauerzustand geworden ist – nicht zuletzt durch den lähmenden Einfluss einer weiter schwelenden EU-Krise. Der DAX ist daher von einem strategischen charttechnischen Befreiungsschlag meilenweit entfernt. Die nur recht flach verlaufende mittelfristige Gegenbewegung, die seit dem 11. Februar im Gange ist, zeigt auf, dass der übergeordnete Bärenmarkt weiter intakt ist. Demzufolge dürfte das nächste „Abwärtsbein“ irgendwann auf die Agenda rücken. Dieses „Irgendwann“ sollte aus zyklischer Sicht idealerweise ab Ende August/Anfang September erfolgen. Bis dahin sollte der DAX mehr oder weniger seinen Handelsspannen-Charakter beibehalten.

1. Widerstand 9.500 / 2. Widerstand 9.800

1. Unterstützung 9.215 / 2. Unterstützung 8.700

080716DAX

 

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