DAX: Volatiles Handelsgeschehen setzt sich fort

Nach drei Handelstagen der Bärendominanz nahmen ab Donnerstag der letzten Woche allmählich wieder die Käufer das Heft in die Hand. Doch erst am Freitag reichte die Kraft aus, um den deutschen Blue Chip-Index wieder über die 9.500 Punkte-Marke zu hieven. Im Zuge eines über den Erwartungen liegenden US-Arbeitsmarktberichts um 14.30 Uhr erfolgte ein Kursimpuls, der den Index im Hoch sogar bis auf 9.655 Zähler katapultierte.

Mit dem Handelsgeschehen vom Freitag hat der DAX zumindest im kurzfristigen Kontext einiges an Rückschlagsrisiko aus dem Markt genommen. Der an den beiden Handelstagen nach dem unerwarteten „Brexit“ gesetzte charttechnische Anker bei 9.225 bzw. 9.215 Punkten hat bis dato seine Funktion erfüllt, und ein direktes „Durchgereicht-Werden“ bis zum Februartief (8.700 Pkt.) ist erst einmal verhindert worden. Das volatile Handelsgeschehen der gesamten letzten Woche zeigt aber vor allem eines: ein echter Trend ist weiterhin Wunschdenken, so dass die Marktteilnehmer mittelfristig bis auf weiteres mit einem trendlosen Auf und Ab vorlieb nehmen müssen.

Ein „Trend“ existiert lediglich im übergeordneten Sinne: Seit April 2015 befindet sich der DAX in einem intakten Bärenmarktmodus, und es erscheint aus zyklischen Aspekten heraus wahrscheinlich, dass im Spätsommer die Herausbildung eines weiteren „Abwärtsbeins“ auf die Agenda rückt. Die nur recht flach verlaufende mittelfristige Gegenbewegung, die seit dem 11. Februar im Gange ist, besitzt nicht die Kraft, den deutschen Blue Chip-Index aus seiner misslichen Lage zu befreien. Allenfalls könnte im Rahmen des Handelsspannen-Charakters noch einmal ein tertiärer (kurzfristiger) Anlauf auf die 200 Tage-Linie (10.055 Pkt.) erfolgen.

1. Widerstand 9.800 / 2. Widerstand 10.055

1. Unterstützung 9.215 / 2. Unterstützung 8.700

110716DAX

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