DAX: Abprallen an der oberen Handelsspannen-Begrenzung

Zunächst sah es gestern nach einem freundlichen Wochenauftakt beim deutschen Blue Chip-Index aus. Gleich in den ersten Handelsminuten konnte ein neues Bewegungshoch im laufenden Juni-Aufwärtstrend herausgebildet werden. Am Nachmittag setzten dann jedoch auf Basis einer schwach einsetzenden Wall Street deutlichere Gewinnmitnahmen ein. Hierdurch bildete sich an der DAX-Tageskerze ein ungünstig zu interpretierender längerer „oberer Schatten“ heraus.

Charttechnisch betrachtet, befindet sich der DAX unterhalb der jeweils niedriger liegenden lokalen Hochpunkte von April (10.475 Punkte), Mai (10.365 Punkte) und Juni (10.340 Punkte). Hierdurch stellt sich eine mittelfristig intakte Seitwärts-Handelsspanne dar, die seit März/April vorherrscht (siehe Grafik). Daneben zeigt sich unter sentiment-technischen Gesichtspunkten eine unverändert hohe Zuversicht für steigende Aktienkurse von Seiten der Marktteilnehmer (Basis sind die Befragungen der Investoren). Auch dieses Stimmungsbild lässt den DAX für eine deutlichere Konsolidierungsbewegung anfällig erscheinen.

Anhaltspunkte für einen bevorstehenden strategischen Befreiungsschlag in den kommenden Wochen lassen sich somit kaum finden. Um einen solchen zu bewerkstelligen, müsste der deutsche Blue Chip-Index schon den lokalen Hochpunkt um 10.340 Punkten nachhaltig überwinden. Wir erwarten im weiteren Verlauf jedoch eine Kursberuhigung, die bis in den Bereich der 9.800 Punkte-Marke reichen kann.

1. Widerstand 10.315 / 2. Widerstand 10.475

1. Unterstützung 10.070 / 2. Unterstützung 9.800
260716DAX

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