DAX: „Patt“-Situation an der Widerstandszone

Nachdem noch bis zum vergangenen Mittwoch ein deutlicher Nachfrageüberschuss die Kursentwicklung beim deutschen Blue Chip Index günstig hatte beeinflussen können, bildete sich im weiteren Wochenverlauf im Bereich des charttechnischen Widerstands um den letzten Hochpunkt vom 23. Juni bei 10.340 Punkten eine eher seitwärts gerichtete Tendenz heraus. Eine deutlichere Abgabenwelle zeigte sich jedoch nicht.

Insgesamt hat der DAX mit der Zone um die letzten drei lokalen Hochpunkte von April bis Juni (10.465, 10.365 und 10.340 Pkt.) eine wichtige charttechnische Widerstandszone erreicht. Diese repräsentiert in etwa die obere Begrenzung der bereits seit Monaten anhaltenden Seitwärts-Handelsspanne und limitiert daher aktuell die weiter gehende Kursfantasie. Auch wenn die abwärts gerichtete Trendlinie der drei Hochpunkte bereits durchbrochen wurde (siehe Grafik), müsste der DAX die gesamte Widerstandszone nachhaltig überwinden, um ein Ende des Handelsspannen-Charakters zu signalisieren und sich dadurch ein weiter gehendes Kurspotenzial zu eröffnen.

Die auf „hohem Niveau“ eher seitwärts gerichtete Verschnaufpause seit Mittwoch ist charttechnisch zunächst einmal günstig zu interpretieren. Bei saisonal bedingt eher niedrigem Handelsvolumen stellt sich somit kein massiver Verkaufsdruck ein. Dennoch präferieren wir im Bereich der Widerstandszone das Szenario, dass der DAX in eine deutlichere Konsolidierungsbewegung eintreten sollte. Dieses besitzt zunächst ein weiteres Kursrückschlagsrisiko bis in den Bereich der 200 Tage-Linie um 10.080 Punkte.

1. Widerstand 10.380 / 2. Widerstand 10.475

1. Unterstützung 10.080 / 2. Unterstützung 9.800
010816DAX

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