DAX: Eingetrübtes Bild nach „Doppeltop“

Nach dem Fehlstart in die neue Handelswoche sah es zur gestrigen Eröffnung zunächst so aus, als könnte der DAX die zuvor unterschrittene charttechnische Unterstützungszone um 10.475/10.440 Punkte wieder zurückerobern. Doch dieser Versuch gelang nicht auf nachhaltiger Basis, so dass die negativen Implikationen, die aus dem vorherigen Bruch dieser Zone resultierten, bestehen bleiben.

Insgesamt muss es als ungünstig gewertet werden, dass es die gestrige Marktreaktion nicht vermochte, die unterschrittene charttechnische Unterstützungszone um 10.475/10.440 Punkte zurückzuerobern – geschweige denn das „Gap“ (Kurslücke) vom 9./12. September bei 10.540 Punkten zu schließen. Damit steht im Chart weiterhin ein abgeschlossenes „Doppeltop“ bzw. eine „M-Formation“ zu Buche. Die aus diesem Gipfelmuster abzuleitenden Mindestrückschlagsrisiken belaufen sich auf 10.080 Punkte (Spiegelung der Höhe der Formation an die Durchbruchstelle nach unten; siehe Grafik). In der Nähe ist dann auch die 200 Tage-Linie (akt. 10.040 Pkt.) angesiedelt, so dass das nächste Auffangbecken in etwa in dieser Zone besteht.

Das „Doppeltop“ im deutschen Blue Chip-Index wurde zu einem Zeitpunkt abgeschlossen, zu dem der zyklische Rückenwind auf Gegenwind gedreht hat. Mit dem Wegfall der Unterstützung durch die Zyklik gewinnt das jüngste charttechnische Negativsignal an Gewicht. Hinzu kommt, dass der „strategische Bias“ unter den Investoren (also die Wertwahrnehmung auf Sicht von sechs Monaten) laut sentix zuletzt auf einem Jahreshoch stand. Im Sinne einer antizyklischen Interpretation bedeutet diese Art von Sentiment ein Risiko für den DAX, welches in dieselbe Kerbe schlägt wie die eingetrübte Charttechnik und der abwärts gerichtete Zyklusverlauf.

1. Widerstand 10.475 / 2. Widerstand 10.800

1. Unterstützung 10.080 / 2. Unterstützung 10.040

140916dax

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