Emerging Markets Aktien aussichtsreich

Angesichts der im bisherigen Jahresverlauf gezeigten Outperformance stellt sich die Frage, ob in Aktien von in Schwellenländern beheimateten Unternehmen weiteres Kurspotenzial schlummert oder ob es bereits zu spät ist, das Vermögen auch über die Grenzen der entwickelten Welt hinaus anzulegen. Ein Blick auf die Kursentwicklung der beiden Segmente seit 1988 zeigt, dass die aktuell bereits beobachtete Outperformance im historischen Kontext keineswegs außergewöhnlich stark war.

Die Underperformance zwischen 2011 und 2015 spiegelt die schwierige wirtschaftliche und häufig auch politische Situation, in welcher sich viele große Schwellenländer aktuell befinden. Die „Trendwende der Globalisierung“ setzt den Schwellenländern überdurchschnittlich zu. Diese waren a) Ziel eines Großteils der nun ausgebliebenen ausländischen Direktinvestitionen und verfügen b) in aller Regel über keinen hinreichend starken privaten Konsum, dessen Wachstum die Investitionsschwäche ausgleichen könnte, wie es in den Industrieländern aktuell der Fall ist.

Zwar glauben wir nicht, dass dieser Trend unmittelbar bricht, jedoch gibt es nach unserer Einschätzung Anzeichen dafür, dass die für viele Länder schwierige Situation zumindest einen Boden gefunden haben könnte. Diese Hinwendung zu einer expansiveren Fiskalpolitik könnte aus unserer Sicht die Trendwende für die schwache Unternehmensgewinnentwicklung der jüngeren Vergangenheit sein und dürfte den Volkswirtschaften der Schwellenländer einen deutlichen Schub verleihen.

Ein Blick auf die Bewertungsparameter der EM Aktienmärkte zeigt, dass sich diese durch den massiven Liquiditätszufluss schon deutlich ausgeweitet haben. Trotzdem sind sie noch rund ein Drittel günstiger bewertet als Industrieländeraktien. Unterstellt, dass sich die Bewertungsschere nicht von oben kommend schließt, was angesichts anhaltender Alimentierung mit Notenbankliquidität aktuell unwahrscheinlich ist, erscheinen EM-Aktien nicht zu teuer und dürften weiteres Aufwärtspotenzial haben.

Im Jahr 2015 lag die Erwartung einer unmittelbar bevorstehenden US-Zinswende wie ein Damoklesschwert über den Emerging Markets. Als es dann im Dezember tatsächlich so weit war, war der Tiefpunkt der Wertentwicklung nahezu erreicht. Aktuell tut sich die FED schwer damit, eine weitere Zinserhöhung vorzunehmen. Insofern halten wir das Risiko, das von US-Dollar und US-Zinspolitik ausgeht, für vertretbar.

Wir kaufen Emerging Markets Aktien in das DZ BANK Portfolio. Die Aktienquote des Portfolios erhöht sich durch die Transaktion von 10% auf 20%.

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