DAX: Kommt der Markt jetzt ins Rutschen?

Trotz ungünstiger Vorgaben aus dem US-Späthandel sowie aus Fernost eröffnete der DAX gestern zunächst kaum schwächer. Allerdings konnte er sich im weiteren Verlauf dem kurzfristigen Negativtrend nicht weiter entziehen und setzte seine bereits am Vortag einsetzende Abwärtstendenz fort.

Mit Blick auf die seit Mitte August vorherrschende leicht abwärts geneigte Handelsspanne gestaltet sich die charttechnische Situation im deutschen Blue Chip-Index weiter „neutral“. Zuletzt konnte ein erneutes Abprallen an der oberen Begrenzung beobachtet werden, die bei rund 10.700 Punkten Widerstand leistete. Noch zeigen sich keine Indizien, die auf eine positive Auflösung der Handelsspanne hindeuten – im Gegenteil: Das jüngste Abprallen dürfte erneut den Weg zur Unterseite weisen und damit einen neuen tertiären Abwärtstrend etablieren. Den Bären sollte dabei der gegenwärtig dominierende zyklische Gegenwind zur Hilfe kommen.

Besonderes Augenmerk verdient in diesem Zusammenhang das weitere Marktverhalten an den Weltleitbörsen in New York: Dort kam es bei den großen Aktienindizes zuletzt zu einer deutlichen Kontraktion der Handelsspanne, was auf eine bevorstehende Trendbewegung hindeutet. Der erste Ausbruchsversuch auf der Oberseite scheiterte, so dass hier das aktuell das erhöhte Risiko eines Ausbruchs zur Unterseite hin besteht. Unserem bisher kommunizierten Basisszenario folgend, bedeutet dies, dass auch der DAX deutlich in Mitleidenschaft gezogen würde. Wir sehen daher weiterhin noch hohe Risiken, dass ein Abverkauf in Richtung der 200 Tage-Linie (aktuell bei 10.020 Punkten) erfolgt.

1. Widerstand 10.705 / 2. Widerstand 10.800

1. Unterstützung 10.455 / 2. Unterstützung 10.190

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