DAX: Hin- und hergerissen

Nach einer mit markanten Eröffnungslücken zum Vortagesschlusskurs gespickten Handelswoche etablierte der deutsche Blue Chip-Index gestern mit einem „Inside Day“ (Hoch vom Freitag über dem gestrigen Hoch und das Tief vom Freitag unter dem gestrigen Tief) ein weiteres Signal eines trendlosen Aktienmarktes. Damit befindet sich der DAX in der zehnten Handelswoche ohne nachhaltige Trendbewegung und ist damit insgesamt reif für eine „Richtungsentscheidung“.
Mit Blick auf die gesamte Konsolidierungsbewegung seit Mitte August besteht somit eine charttechnische „Pattsituation“, in der beide Parteien -Bullen und Bären- sich in etwa im Gleichgewicht halten. Dabei ist dieses Gleichgewicht jedoch als ein Teilsieg der Bullen zu werten, da der übergeordnete zyklische Gegenwind (Basis der Zyklusanalyse ist der Verlauf des vierjährigen „US-Präsidentschaftswahlzyklus“ in einem US-Wahljahr mit einem aus dem Amt scheidenden Präsidenten) in der aktuellen Phase deutlichere Kursrisiken erwarten lässt. Offenbar dominiert bei den (aktiven) Marktteilnehmern gegenwärtig noch der Wille, sich im Hinblick auf eine erwartete „Jahresendrally“ zu positionieren.
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass mit einem zugleich hohen Anteil von „neutral“ gewichteten Anlegern (Basis sind die Befragungen von sentix) zugleich auch eine „große Verunsicherung“ von Seiten der Investoren zu erkennen ist. Dieses Stimmungsbild lässt vermuten, dass die Marktteilnehmer recht opportunistisch auf der kurzfristigen Zeitebene agieren werden. Dies stützt unsere Annahme, dass charttechnische Signale jeweils deutlichere prozyklische Anpassungsprozesse am Markt auslösen sollten. Unter charttechnischen Gesichtspunkten ist dabei im positiven Sinne ein Überwinden der Jahreshochs um 10.800 Punkte bzw. im negativen Sinne ein Durchbruch unter die 200 Tage-Linie (bei 10.020 Punkten) als ein wesentliches Signal zu werten.
1. Widerstand 10.705 / 2. Widerstand 10.800
1. Unterstützung 10.190 / 2. Unterstützung 10.020

 

12dax

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