Spanien und Portugal umschiffen politische Klippen

Am gestrigen Sonntag hat das Führungsgremium der sozialistischen Partei in Spanien11) (PSOE) für die Duldung einer, von dem Konservativen Rajoy (PP) angeführten, Minderheitsregierung gestimmt. Damit dürfte eine weitere Runde Neuwahlen vermieden worden sein und, nach einer Konsultation mit dem König, gegen Ende der Woche eine Vertrauensabstimmung im spanischen Parlament anstehen. Während Rajoy im ersten Wahlgang eine absolute Mehrheit unter den 350 Abgeordneten verfehlen dürfte, sollte im spätestens 48 Stunden später stattfindenden, zweiten Wahlgang die sozialistische Fraktion (85 Sitze) mit ihrer Enthaltung dafür sorgen, dass der Kandidat mehr „Ja“- als „Nein“-Stimmen erhält (die PP verfügt über 138 Abgeordnete).
Damit kommt eine mittlerweile mehr als zehn Monate währende Phase des politischen Stillstandes zu ihrem Ende und die spanische Regierung gewinnt wieder an Handlungsfähigkeit.

Bereits am Freitag gab es auch für Portugal positive Nachrichten. Am Freitagabend hat die kanadische Ratingagentur DBRS bekanntgegeben, dass das Rating für Portugal nicht verändert wird. Damit verharrt das DBRS-Rating zu Portugal weiter bei BBBL (Ausblick stabil) auf der niedrigsten Investment-Grade-Schwelle und kann damit weiterhin von der EZB gekauft werden.

Insgesamt hat sich die Nachrichtenlage für die iberische Halbinsel also aufgehellt, was von den Investoren auch bereits wohlwollend zur Kenntnis genommen wurde.

Artikel bewerten


Vielen Dank für Ihre Wertung. Ihre Wertung:
Aktuell ist noch keine Bewertung vorhanden. Seien Sie der Erste! Aktuelle durchschnittliche Bewertung des Artikels: 3.00

Ähnliche Beiträge

Hinterlasse eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *