Folgen der Wahl sind – wie Trump – unberechenbar

Die Folgen der Wahl sind – wie der Kandidat Trump – völlig unberechenbar. Einige seiner Pläne sind radikal, viele nur rudimentär bekannt. Die Unklarheit über die künftige Wirtschaftspolitik ist groß, die Finanzierung der Steuerpläne ungewiss und die Aussagen zur Handelspolitik lassen sogar einen Handelskrieg befürchten. Die Beziehungen zu Europa und zur Nato dürften sich eintrüben. Wenn Donald Trump seine Wahlversprechen tatsächlich umsetzt und er ein spürbares Konjunkturprogramm für die US Wirtschaft initiiert, sollte die US-Konjunktur zunächst profitieren und damit auch die wichtigsten Handelspartner. Mittelfristig dürfte der Politikentwurf von Donald Trump jedoch zu einer spürbar geringeren Wachstumsdynamik binnenwirtschaftlich wie global führen. Somit wird die zunächst negative Entwicklung an den Kapitalmärkten wohl kurzfristig überzeichnet sein, mittelfristig aber als berechtigt erscheinen.

Zudem kann Trump mit der vollen Mehrheit der Republikaner im Kongress nun theoretisch „durchregieren“. Die Umsetzung der radikalen Pläne zur Ausweisung illegaler Einwanderer beispielsweise würde dann schon unmittelbar bremsend auf das Wachstum wirken. Massenweise Ausweisungen würden nicht nur die Zahl der Arbeitskräfte, sondern auch die der Verbraucher spürbar reduzieren. Die Abgeordneten im Kongress dürften aber hoffentlich für gemäßigtere Gesetzesbeschlüsse sorgen. Zumal diese im Gegensatz zu ihrem Kandidaten eher an einer Rückführung der Staatsschulden interessiert sind, während für Trump die Finanzierbarkeit seiner Pläne bislang eine untergeordnete Rolle spielte.

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