Trump löst Kupferrallye aus

Die Wahl Donald Trumps als neuen Präsidenten der USA hat am Kupfermarkt eine regelrechte Preisrallye ausgelöst. Der Preis hat seit dem 9. November um knapp 13% zulegen können.

Der Kupferpreis reagiert damit auf die Erwartung des Marktes, dass sich die neue US-Administration verstärkt auf die Umsetzung von Infrastrukturprogrammen
konzentrieren wird. Die Ausgaben für die Modernisierung von Brücken, Straßen und Flughäfen sollen deutlich erhöht werden.

Im Wahlkampf hat Trump schließlich angekündigt, dass er die von Hillary Clinton dafür vorgesehenen Ausgaben in Höhe von 275 Milliarden USD (gestreckt über 5-Jahre) mindestens verdoppeln will. Viel konkreter wird er nicht. Diese Angaben scheinen dem Kupfermarkt aber auszureichen, um eine solche Preisbewegung zumindest kurzfristig zu rechtfertigen. Da die USA rund 8% der globalen Kupfernachfrage stellen und das rote Metall überwiegend im Bausektor eingesetzt wird, könnte die Umsetzung der Infrastrukturmaßnahmen die Kupfernachfrage in den USA deutlich steigern.

Wir gehen davon aus, dass die Politik Trumps kurzfristig sogar positiv auf den Kupferpreis und die Industriemetalle insgesamt wirken kann.

Mittel- bis langfristig birgt aber gerade seine handels- und außenpolitische Ausrichtung auf Basis des Wahlprogramms erhebliche Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung und damit für den Kupferpreis und die Industriemetalle.

 

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