DAX: Lethargie auch zum Wochenausklang

Auch am Freitag zeigten sich kaum Impulse am deutschen Aktienmarkt, der von einem verkürzten US-Handel begleitet wurde – tags zuvor fand letzterer aufgrund von „Thanksgiving“ gar nicht statt. So verwunderte es kaum, dass die Handelsvolumina dies- und jenseits des Atlantiks insgesamt unterdurchschnittlich blieben.

Die charttechnische Gesamtsituation bleibt damit unverändert: Sowohl im kurz- als auch mittelfristigen Kontext besteht die trendlose seitwärts gerichtete Bewegung zwischen 10.800 und 10.600 (bzw. zwischen 10.800 und 10.200 Punkten) fort. Seit dem aufwärts gerichteten Impuls am Tag nach der US-Präsidentschaftswahl kam an den europäischen Aktienmärkten nicht mehr viel nach. Während die charttechnische Ausgangslage für einen potenziellen Ausbruchsversuch immer noch als günstig zu bezeichnen ist – schließlich erfolgt die Konsolidierung nach der „Trump-Rally“ lediglich auf hohem Niveau seitwärts gerichtet – ist es aktuell vielmehr die relative Schwäche zu den USA, die Sorgen bereitet. Unter diesem Aspekt muss es als kritisch betrachtet werden, dass dem DAX bisher kein Ausbruch nach oben gelungen ist. Denn irgendwann müssen auch die US-Indizes einmal ihre deutlich „überkaufte“ Lage abbauen, und in einer solchen Phase dürfte die relative Schwäche dem DAX nicht gerade förderlich sein.

Schafft der DAX vor diesem Hintergrund keinen Ausbruchsversuch, bedeutete dies die Gefahr, sämtliche „Trump-Gewinne“ wieder abzugeben und die Unterseite der seit Mitte August vorherrschenden Handelsspanne bei 10.200 Punkten ein weiteres Mal zu testen. Ein deutlich negatives Signal hierfür wäre aber erst mit einem Durchbruch unter die 10.600 Punkte-Marke gegeben.

1. Widerstand 10.800 / 2. Widerstand 10.980

1. Unterstützung 10.600 / 2. Unterstützung 10.190

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