DAX: Jahresanfangsdynamik schwächt sich ab

Ohne die Unterstützung der wichtigsten Handelsplätze (Feiertag) konnte der deutsche Blue-Chip Index am Montag recht positiv in das neue Jahr starten. Dieses positive Momentum konnte gestern jedoch mit einer eher verhaltenen Wall Street nicht fortgesetzt werden. Nach einer erneut freundlichen Eröffnung beim DAX setzten sich im weiteren Verlauf erste Gewinnmitnahmen durch.

Charttechnisch zeigt sich nach dem Ausbruch über den Widerstand um 10.800 Punkte ein Übertreibungspotenzial bis 11.890 Punkte (das 261,8%-Fibonacci Retracement der Konsolidierung von August bis November; siehe Grafik). Im Rahmen des mittelfristig intakten Aufwärtstrends wurde mit dem gestrigen Momentumverlust jedoch ein erstes Warnsignal für den laufenden Aufwärtstrend gegeben. Für eine negative Schlussfolgerung sollte dennoch eine Bestätigung auf Basis eines schwachen heutigen Handelstags abgewartet werden (Stichwort: Etablierung einer „schwarzen Tageskerze“). Insgesamt befindet sich der Index noch in einem positiven Trendmarktmodus, wodurch antizyklische Positionierungen weiterhin als äußerst risikobehaftet zu betrachten sind.

Auch zyklentechnisch wird das Risiko angedeutet, dass die Jahresanfangseuphorie recht schnell aus dem Markt weicht und von einer Schwächeperiode, die bis in den Februar hinein reicht, abgelöst wird. Jede Konsolidierungsbewegung, die dabei oberhalb des 38,2%-Fibonacci Retracements des Trump-Impulses von Anfang Dezember um 11.165 Punkte verbleibt, ist günstig für die Fortsetzung des mittelfristigen Aufwärtstrends zu interpretieren.

1. Widerstand 11.670 / 2. Widerstand 11.890

1. Unterstützung 11.300 / 2. Unterstützung 10.800

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