Deutsche Inflationsrate springt im Dezember 2016 auf 1,7 Prozent

Zum Jahresende 2016 ist die Inflationsrate in Deutschland auf den höchsten Stand seit Mitte 2013 angestiegen. Mit 1,7 Prozent lag sie im Dezember um fast einen Prozentpunkt höher als noch im Vormonat (0,8 Prozent). Hinter dem Anstieg der Teuerungsrate steckt vor allem die jüngste Aufwärtsbewegung beim Ölpreis, der im Dezember 2016 durchschnittlich bei gut 54 US-Dollar lag. Ein Jahr vorher war das Öl noch mehr als 40 Prozent günstiger zu bekommen, für knapp 38 US-Dollar pro Fass. Damit war der Einfluss der Energiepreise auf die Gesamtinflation zum ersten Mal seit drei Jahren wieder positiv.

Droht nun ein starker Inflationsschub in Deutschland? Nein. Der jüngste Inflationsanstieg macht aber deutlich, wie stark die Energiepreise auf die Teuerungsrate wirken. So wenig die teilweise negativen Inflationsraten im Frühjahr 2016 auf echte Deflationsgefahren hinwiesen, so wenig sind nun überschießende Teuerungsraten zu befürchten. In den kommenden Monaten wird die Inflationsrate in Deutschland zwar wohl noch weiter ansteigen, sie könnte im Frühjahr sogar die 2-Prozentmarke überstiegen. Im weiteren Jahresverlauf 2017 schwächt sich der Einfluss der höheren Energiepreise jedoch wieder ab und die Inflationsrate dürfte wieder etwas sinken.

Insgesamt wird die Inflation in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2017 mit etwa eineinhalb Prozent wohl rund einen Prozentpunkt höher liegen als im vergangenen Jahr. Das wird die Kaufkraft der Verbraucher belasten und auf den privaten Konsum drücken – ein Grund, warum die Konjunktur in diesem Jahr wohl nicht mehr ganz so dynamisch verläuft wie 2016.

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