DAX: Fortsetzung des positiven Trendimpulses nicht erfolgt

Gestern gelang es dem deutschen Blue Chip-Index nicht, die günstigen Vorgaben vom Vortag zu nutzen. Nachdem dieser noch am Mittwoch auf den höchsten Zählerstand seit August 2015 hatte steigen können, setzte sich gestern gleich zur Handelseröffnung ein merklicher Angebotsüberschuss am Markt durch. Dieser wurde dann auch am Nachmittag mit einer schwächeren Wall Street bestätigt.

Aus formationstechnischer Sicht ließ sich gestern noch die Annahme treffen, dass der DAX am Mittwoch eine Trend bestätigende „Flagge“ nach oben hin aufgelöst hat. Auf Basis dieses charttechnischen Stärkebeweises ergab sich die günstige Chance, dass der seit Anfang Dezember laufende positive „Trump-Impuls“ seine dynamische Fortsetzung findet. Dies gelang nicht, und damit müssen den zyklentechnischen Risiken am Aktienmarkt immer stärkere Beachtung geschenkt werden.

Diese deuten allmählich den Übergang in eine Schwächeperiode an. Nach dem „Strohfeuer“ der ersten Januarwoche signalisiert der US-Präsidentschaftswahlzyklus in einem Nachwahljahr (insbesondere eines, welches einen Wechsel im Weißen Haus mit sich bringt) eine bevorstehende Korrektur, die bis Ende Februar laufen sollte. Es ist zwar problematisch, derartige idealisierte Kursverläufe immer 1:1 zu übernehmen, aber generell sollte dies als ein Warnsignal betrachtet werden. Die wesentliche charttechnische Bestätigung dieser zyklentechnischen „Blaupause“ wäre durch eine Bewegung gegeben, die den DAX unter 11.400 Punkte drückt. Jede Konsolidierungsbewegung, die hierbei oberhalb des 38,2%-Fibonacci-Retracements des Trump-Impulses von Anfang Dezember bei 11.200 Punkten verbleibt, ist dabei noch als günstig für die Fortsetzung des mittelfristigen Aufwärtstrends zu interpretieren.

1. Widerstand 11.690 / 2. Widerstand 11.890

1. Unterstützung 11.400 / 2. Unterstützung 10.800

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