DAX: Schwacher Wochenbeginn

Nach der Amtsübernahme von Trump zeigte sich gestern zunächst ein recht schwacher Start in die neue Handelswoche am deutschen Aktienmarkt. Ein Niveau knapp oberhalb von 10.500 Punkten im DAX am Morgen rief jedoch wieder Käufer auf den Plan. Sie vermochten es, im weiteren Verlauf zumindest einen Teil der Eröffnungsverluste wettzumachen. Ein grundlegender charttechnischer Befreiungsschlag gelang dabei erneut nicht.

Die seit dem 3. Januar bestehende „Pattsituation“ zwischen Bullen und Bären setzt sich auch in der vierten Januarwoche fort. Keiner Partei gelingt es aktuell, einen Richtungsentscheid herbeizuführen. Dieser Zustand kann naturgemäß nicht von Dauer sein, und so rückt eine Trendbewegung (die wir im neuen Jahr bis auf den ersten Handelstag noch gar nicht hatten) auf die Agenda. Je näher der Februar rückt, desto mehr spielt der Faktor „Zeit“ den Bären in die Karten. Aus zyklischer Sicht dürfte dann nämlich der Gegenwind deutlich zu Tage treten und den deutschen Blue Chip-Index in die Knie zwingen. Allerdings muss -sofern der Markt nicht schon vorher die 11.400 Punkte-Marke nachhaltig nach unten bricht- bis Anfang Februar die Möglichkeit einer „Übertreibungsbewegung“ in Richtung 11.890 Punkte (261,8%-Fibonacci-Retracement der Konsolidierungsbewegung von August bis November; siehe Grafik unten) zumindest zugelassen werden.

Insgesamt sollte unter charttechnischen Aspekten erst ein nachhaltiges Unterschreiten der 11.400 Punkte-Marke, die das letzte Reaktionstief in Bezug auf den Dezember-Aufwärtstrend darstellt, als der potenzielle Auftaktgeber mit Blick auf eine zu erwartende weitergehende Korrekturbewegung angesehen werden. Die Rückschlagsrisiken beliefen sich dann auf den Bereich um 10.800 Punkte.

1. Widerstand 11.690 / 2. Widerstand 11.890

1. Unterstützung 11.400 / 2. Unterstützung 10.800

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