Einkaufsmanager im Euro-Raum bleiben gut gelaunt

Die Vorabveröffentlichung der Ergebnisse der Einkaufsmanagerbefragung in der EWU zeigt insgesamt ein optimistisches Stimmungsbild. Der zusammengefasste Composite-Index ging zwar leicht von 54,4 auf 54,3 Indexpunkte zurück. Damit befindet er sich aber noch deutlich über dem Durchschnitt des gesamten Vorjahres von 53,3 Zählern. Der Index für den Dienstleistungsbereich verlor 0,1 Punkte und steht aktuell bei 53,6 Punkten. Das Stimmungsbarometer für die Industrie stieg dagegen von 54,9 auf 55,1 Zähler. Gemäß dem Umfrageinstitut IHS Markit ist das bessere Abschneiden der Industrie auf ein deutliches Plus bei den eingehenden Bestellungen aus dem Ausland zurückzuführen. Insgesamt legten die Beschäftigungsabsichten in beiden Bereichen so stark zu wie seit Februar 2008 nicht mehr. Letztendlich spiegelt dies die außerordentlich optimistische Einschätzung der Geschäftsperspektiven der befragten Einkaufsmanager wieder. Wermutstropfen bleibt dagegen der zunehmende Preisdruck aufgrund verteuerter Rohstoffpreise und dem schwächeren Wechselkurs des Euro zum US-Dollar.

In Deutschland ging der umfassende Composite-Index von 55,2 auf 54,7 etwas zurück. Während der Dienstleistungsbereich schwächelte – das Stimmungsbarometer sank von 54,3 auf 53,2 Zähler –, zeigt sich das verarbeitende Gewerbe in bester Laune. Mit 56,5 Punkten nach 55,6 Punkten im Vormonat notiert der Einkaufsmanagerindex so hoch wie seit 36 Monaten nicht mehr. Ein deutliches Auftragsplus und Kapazitätsengpässe in der Industrie befeuerten nach Angaben der Einkaufsmanager die Industrieproduktion, während die Dienstleister von einer weniger starken, aber immer noch robusten Auftrags- und Geschäftstätigkeit berichteten. Verteuerungen bei Öl und anderen Rohstoffen ließen den Preisdruck ansteigen, der Preisdruck konnte aber nur in geringem Ausmaß über die Verkaufspreise weitergegeben werde. .

Eine Verbesserung zeigen die Umfrageergebnisse für Frankreich. Zwar ging der Index für das verarbeitende Gewerbe leicht um 0,1 Indexpunkte auf 53,4 Zähler zurück. Er notiert nun aber schon den fünften Monat in Folge über der Expansionsschwelle. Bei den französischen Dienstleistern stieg das Stimmungsbarometer von 52,9 Punkten auf 53,9 Zähler kräftig. In der Folge verbesserte sich dementsprechend der umfassende Composite-Index von 53,1 auf 53,8 Indexpunkte. Die gute Stimmung in der französischen Privatwirtschaft hält damit auch zum Beginn des neuen Jahres 2017 an und wird getragen durch einen robusten Anstieg der Auftragseingänge und eine Ausweitung der Beschäftigungsabsichten. Auch die Einschätzungen zur Geschäftsentwicklung in den kommenden zwölf Monaten hielten sich auf einem hohen Niveau, auch wenn sie leicht schwächer als im Dezember bewertet wurden. Damit sind die Weichen für eine Fortsetzung der konjunkturellen Erholung in Frankreich gestellt.

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