DAX: „Heiß“ gelaufener US-Aktienmarkt als Bürde

Die Tendenz der Vortage zu Gewinnmitnahmen belastete auch am Freitag die Kursentwicklung im deutschen Blue Chip-Index. Nach den massiven Zuwächsen wirkt sich damit insbesondere die deutlich „überkaufte“ Situation bei den wichtigsten US-amerikanischen Aktienindizes ungünstig aus. Dies sollte jedoch wegen dem heutigen US-Feiertag (Washingtons Birthday) zum Wochenauftakt für den DAX kein Problem darstellen.

Auch wenn der DAX einen Großteil seiner vorherigen Kursverluste, die von der Spitze zum Tief immerhin über 400 Punkte betrugen, wieder aufholen konnte, ist der Index unverändert in der hoch volatilen Konsolidierungsbewegung seit Jahresanfang gefangen. Erst wenn es gelingt, das Jahreshoch um 11.890 Punkte nachhaltig zu überwinden, kann die Konsolidierung als erfolgreich abgeschlossen betrachtet werden. In diesem positiven Fall ergäbe sich zunächst ein weiteres Anschlusspotenzial bis zum 161,8%-Fibonacci-Retracement der Konsolidierung um 12.150 Punkte (siehe Grafik). Perspektivisch sollte dann auch schon ein Test des Allzeithochs um 12.390 Punkte auf die Agenda rücken.

Kritisch ist, neben der aktuell noch ungünstig zu interpretierenden Zyklentechnik, die „heißgelaufene“ Situation am US-amerikanischen Aktienmarkt zu betrachten. Zusammen mit der recht positiven Stimmung für den weiteren Ausblick bei den US-Investoren ist für die Aktienmärkte insgesamt noch einmal ein „Luftholen“ im laufenden Aufwärtstrend zu erwarten. Ab Morgen sollte daher auch für den DAX mit einem Test des letzten Reaktionstiefs um 11.480 Punkte gerechnet werden.

1. Widerstand 11.890 / 2. Widerstand 12.150

1. Unterstützung 11.480 / 2. Unterstützung 11.400

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