DAX: Ausbruchsniveau auf dem Prüfstand

Auch am zweiten Tag nach dem Ausbruch über das alte Jahreshoch vom 26. Januar bei 11.890 Punkten stellte sich zunächst ein recht wenig dynamischer Handel beim deutschen Blue Chip-Index ein. Erst am Nachmittag zeigte sich erneut die Neigung zu deutlicheren Gewinnmitnahmen. Bislang baut sich damit jedoch nur die kurzfristig „überkaufte“ Situation ab.

Charttechnisch als wichtig ist gegenwärtig zu bewerten, dass der neue Unterstützungsbereich um 11.890 Punkte noch nicht wieder preisgegeben wurde. Solange dies nicht erfolgt, zeigt sich unverändert eine positive Einschätzung der Sachlage. Mit dem Ausbruch über das alte Jahreshoch ergibt sich ein weitergehendes Anschlusspotenzial bis zum entsprechenden 161,8%-Fibonacci-Retracement der Konsolidierung von Ende Januar um 12.150 Punkte (siehe Grafik). Perspektivisch sollte dann auch schon ein Test des Allzeithochs um 12.390 Punkte auf die Agenda rücken.

Interessant ist die Tatsache, dass sich dies und jenseits des Atlantiks aktuell eine deutlich unterschiedliche Bewertung der Aktienanlage von Seiten der Marktteilnehmer darstellt. Während bei den US-amerikanischen Investoren fast schon ein euphorisches Niveau erreicht wird (welches den Übergang in eine Konsolidierung erwarten lässt), kühlte sich die positive Stimmung vom Jahresanfang bei den deutschen Marktteilnehmern deutlicher ab. Dies dürfte wohl mit dem hiesigen Unbehagen über die neue US-Administration zusammenhängen. Damit ist der DAX neben der positiven Charttechnik auch vom europäischen Sentiment her recht gut gerüstet, das oben genannte Kursziel zu erreichen.

1. Widerstand 12.150 / 2. Widerstand 12.390

1. Unterstützung 11.890 / 2. Unterstützung 11.480

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